Mengelshof: Paradies für Pferde im Ruhestand

Mengelshof: Paradies für Pferde im Ruhestand

Auf dem Hof der Familie Höfkes bekommen Tiere ihr Gnadenbrot.

Unterweiden. Auf dem Mengelshof zwischen Kempen und St. Tönis sind Vergangenheit und Gegenwart vereint. Hier das alte Gut aus dem 17. Jahrhundert, dort die liebevoll eingerichtete wiederaufgebaute Scheune, in der man zünftig feiern kann. Der Hof wurde zwar in den zurückliegenden Jahrzehnten immer wieder umgebaut, seinen Charakter hat er dabei nicht verloren. Die Familie Johannes Höfkes hat zudem das großzügige Anwesen zu einem Erlebnisbauernhof gemacht.

Seit 40 Jahren erhalten dort zum Beispiel Pferde ihr Gnadenbrot. Der Hof gilt als einer der ersten in der Region, der sich um die alten Tiere kümmert. Zurzeit sind es mehr als 30 Pferde, die ihren Lebensabend auf dem Mengelshof genießen.

Die Koppeln sind rund 40 Morgen groß. Johannes Höfkes sorgt mit seiner Familie dafür, dass sich die Pferde und Ponys wohlfühlen. Die Familie übernimmt die komplette Versorgung.

„Viele der Tiere waren früher Turnierpferde“, sagt Johannes Höfkes. Der Kaltblüter Max, einst das Holzrückepferd der Stadt Krefeld, fand auf dem Mengelshof auch eine Unterkunft. „Wir haben ihn gerne von der Stadt Krefeld übernommen“, so Johannes Höfkes im Gespräch mit der WZ.

Die Wiesen für die Pferde liegen unmittelbar am Hof. Dort können sie in einer Herde leben. „Das genießen sie“, sagt der 64-Jährige. Sein Sohn Peter (24) bewirtschaftet heute den Hof.

Auch für Familien ist der Mengelshof ein Anlaufpunkt: es können Kindergeburtstage gefeiert werden. Neben den Pferden gibt es noch Hunde, Katzen, Kaninchen, Gänse, Tauben und Schleiereulen. Stolz ist Johannes Höfkes, dass auf seinem Anwesen rund 200 Spatzen die Möglichkeit haben, in den Giebeln zu brüten.