Mehr E-Mobilität in Willich gefordert

Mehr E-Mobilität in Willich gefordert

Aus Sicht von FDP und Grünen sollte die Stadt den eigenen Fuhrpark um E-Autos erweitern.

Willich. Christoph Maethner, FDP-Parteichef und Mitglied im Umweltausschuss der Stadt Willich, denkt nach eigenem Bekunden über den Kauf eines Elektro-Autos nach. Der Haken an der Sache sei, dass er in Schiefbahn wohne und es dort keine Ladesäule gebe. Überhaupt gebe es in der Stadt nur zwei Ladestationen. Eine am Technischen Rathaus in Neersen, eine weitere in Willich vor den Stadtwerken. Das reicht Maethner nicht: „Für eine nachhaltige Kommune müsste das Angebot erheblich größer sein.“

Das sehen die Willicher Grünen offenbar ähnlich. Auf Anregung von Ratsherr Hagen Becker beantragen sie, an allen öffentlichen Gebäuden (Rathäuser, Schwimmbad) Ladesäulen einzurichten — gegebenenfalls in Kooperation mit den Stadtwerken. Denn das Land erstatte seit dem 5. Februar 80 Prozent der Kosten, maximal 8000 Euro. Außerdem regen sie die Prüfung an, welche neuen Fahrzeuge der Stadt als Elektroauto angeschafft werden könnten. Auch dafür gebe es Fördermittel in Höhe von 40 Prozent — maximal 30 000 Euro.

Stefanie Vogt, FDP-Mitglied im Betriebsausschuss, kritisiert: „Alle sprechen von E-Mobilität, aber sie findet in der Stadt Willich kaum statt. Es beginnt schon bei der Verwaltung, die aktuell mit nur einem E-Smart rumstromert. Dazu kommen noch zwei Pedelecs — und das ist es dann auch schon. Daher wollen wir jetzt neue Möglichkeiten und Konzepte prüfen lassen.“

Deshalb hat auch die FDP-Fraktion einen Antrag an die Verwaltung gestellt, der die Kosten zum Ausbau der E-Mobilität, vor allem aber des Fuhrparks samt der stadteigenen Betriebe, zum Inhalt hat. In diesem Zusammenhang sollen ebenso alternative Fördermöglichkeiten und -konzepte für die Verwaltung, für deren Mitarbeiter und für die Bürger geprüft werden. Christoph Maethner: „Wenn die Stadt mit gutem Beispiel vorangeht, dann werden auch die Bürger mitziehen.“ WD, Red