1. NRW
  2. Kreis Viersen
  3. Willich und Tönisvorst

Oberstufe: MEG und Stadt: Idee für Gleisbett-Anlage abgestimmt

Oberstufe : MEG und Stadt: Idee für Gleisbett-Anlage abgestimmt

Der Zaun kommt weg. Kunst und Sitzplätze sollen an das ehemalige Straßenbahn-Café der Oberstufe erinnern.

. Die Kuh ist vom Gleis. Stadt und Michael-Ende-Gymnasium haben sich auf einen Kompromiss geeinigt was den ehemaligen Standort der Straßenbahn auf dem Schulhof des Schulzentrums Corneliusfeld angeht. Wie berichtet, wurde die alte, von den Stadtwerken Krefeld ausrangierte Straßenbahn, die die Schule vor einigen Jahren als Oberstufen-Café eingerichtet hatte, nach fortwährenden Vandalismusschäden abgebaut und verschrottet.

Die Linie 041 war unter großem finanziellem Aufwand des Fördervereins nach St. Tönis transportiert und vor dem Schulgebäude installiert worden. Man hoffte dadurch, einen dauerhaften Aufenthaltsraum für die Oberstufe schaffen zu können.

Die Zerstörungen setzten dem „Vorzeigeprojekt“ aber ein Ende. Nach zahlreichen Reparaturen gingen am Ende sogar die Ersatzteile aus.

Das einzementierte Gleisbett war seitdem mit Bauzaunelementen umstellt. Der Rückbau der Anlage war vertraglich geregelt und eigentlich Sache der Schule bzw. des Fördervereins. Schulleiter Paul Birnbrich hoffte aber trotzdem auf die Mithilfe des Bauhofs der Stadt.

Nun ist mit der Stadt eine in der Schulkonferenz einstimmig abgenickte Idee abgestimmt worden, wie es gehen könnte. Die SV hatte vorgeschlagen, so Birnbrich, „auf dem Betonfundament der Schienen eine Sitzmauer aus weißem Kalksandstein mit oben aufliegender Hartholzsitzfläche zu bauen, um den Schülern wenigstens in der warmen Jahreszeit zusätzliche Sitzgelegenheiten zu schaffen“.

SV versetzt die Bodenfläche wieder in gepflegten Zustand

Es besteht der Wunsch, durch Kunstkurse oder AGs auf dem weißen Kalksandstein später ein Gemälde oder eine Grafittibesprayung der alten Straßenbahn entstehen zu lassen. Damit, sagt Schulleiter Birnbrich, für den die Straßenbahn unüberhörbar ein Herzensprojekt war und ist, werde „eine Erinnerungskultur an ein besonderes schulisches Engagement geschaffen“. Die Aktion werde nicht in Vergessenheit geraten, auch wenn die begehbare Bahn als solche schon längst „abgefahren“ ist.

Die SV-Idee ist mit Fachbereichsleiter Jörg Friedenberg besprochen und laut seiner Information im Verwaltungsvorstand genehmigt worden. Und daher könnte es nun so laufen: Der Bauhof entfernt kurzfristig den Bauzaun, die SV versetzt die unansehnliche Bodenfläche wieder in einen „gepflegten Zustand“.

Im Frühjahr soll die Mauer gebaut und die Sitzflächen montiert werden. Danach könnte die weiße Frontfläche bemalt oder besprayt werden.

Ebenfalls vertraglich festgelegte Ersatzpflanzungen von Bäumen sind gesichert. Zwei Bäume sind bereits in einem Beet vor den Naturwissenschaften gesetzt worden. Darüber hinaus plant das Michael-Ende-Gymnasium die nachhaltige Fortsetzung der Begrünung. Birnbrich: „Ab diesem Schuljahr wird jeder Eingangsjahrgang am Michael-Ende-Gymnasium einen Baum auf dem Schulgelände pflanzen.“