Filialen auch in Willich Volksbank schüttet mehr Dividende aus

Mönchengladbach/Willich · Die Volksbank Mönchengladbach mit Niederlassungen in Erkelenz, Willich und Meerbusch wächst zwar in der Bilanzsumme, das Ergebnis vor Bewertung war aber nicht ganz so profitabel. Wie sich die Bank gegen Automatensprenger wappnet.

Die Volksbank Mönchengladbach legt gute Zahlen vor, wenn auch der Gewinn 2023 zum Vorjahr zurückging.

Die Volksbank Mönchengladbach legt gute Zahlen vor, wenn auch der Gewinn 2023 zum Vorjahr zurückging.

Foto: Andreas Gruhn

(angr/svs) Eines der größten Probleme für Banken ist seit zwei Jahren nicht mehr der Zins. Der ist aus dem Negativbereich auf inzwischen mehr als vier Prozent geklettert und sorgt damit auch wieder für entsprechende Erträge bei den Kreditinstituten. Wesentlich mehr Probleme – wenn auch in ganz anderem Sinne – bereiten den Banken die Geldautomatensprenger, die auch in Willich immer wieder ihr Unwesen treiben, nachts Automaten sprengen und großen Schaden anrichten. Die Sicherheit der Geldautomaten und der Gebäude spielt darum in der Jahresbilanz der Volksbank Mönchengladbach eine große Rolle, weshalb sie hier viel investiert, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht.

Demnach wurde flächendeckend in Vernebelungsanlagen, Einfärbetechnik, Stroboskoplicht und Rolltore für die Geldautomaten investiert, wie Vorstand Franz Dierk Meurers im Geschäftsbericht ausführt. Außerdem hat die Bank begonnen, sogenannte Cubes aufzustellen, um damit die Bargeldversorgung außerhalb der Geschäftszeiten sicherzustellen. Geschäftlich war 2023 dem Bericht zufolge ein gutes Jahr für die Volksbank. Die Bilanzsumme stieg leicht um acht Millionen auf knapp 2,7 Milliarden Euro. Das betreute Kundenvolumen wuchs auf gut 5,5 Milliarden Euro, was laut Vorstand Volker Klemm ein Rekordwert und eine Steigerung um 3,4 Prozent im Vergleich zum vorigen Geschäftsjahr sei. Dazu gehören nicht nur die Kundeneinlagen, die Sparer legten bei der Volksbank Kundeneinlagen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro an (inklusive Geschäft außerhalb der Bilanz). Auch die an genossenschaftliche Partnerunternehmen vermittelten Geschäfte und das Volumen an Kundenkrediten in Höhe von knapp 1,6 Milliarden Euro (plus 2,9 Prozent) werden mit hinzugerechnet.

Das Betriebsergebnis lag vor Bewertung bei 18,4 Millionen Euro (2022: 30,3 Millionen Euro). Haupttreiber ist der Zinsüberschuss, der bei 42,4 Millionen Euro lag, was im Vergleich zum Vorjahr aber ein deutlicher Rückgang war (55,7 Millionen Euro). Das Provisionsergebnis blieb mit 19,3 Millionen Euro nahezu unverändert.

Die Vorstände schlugen der Versammlung vor, eine Dividende von vier Prozent, knapp 1,1 Millionen Euro (Vorjahr 830 000 Euro), auszuschütten, und erhielten Zustimmung. Die Volksbank Mönchengladbach beschäftigt 425 Mitarbeitende, darunter 32 Auszubildende. Nach den Fusionen gehören auch die Niederlassungen in Erkelenz, Willich und Meerbusch zum Geschäftsgebiet, aktuell zählt die Bank 28 561 Mitglieder.

Zum Tätigkeitsbericht der Bank gehört auch Engagement für gute Zwecke. Meurers betonte besonders die Weihnachtsspende an die sechs Tafeln in der Region. 2023 wurden 338 Vereine und Organisationen mit insgesamt 282 980 Euro unterstützt.

(angr/svs)