Marktplatz in Alt-Willich: Geplant wird im Workshop

Marktplatz in Alt-Willich: Geplant wird im Workshop

Vier Büros erarbeiten zunächst gemeinsam Ideen für die Umgestaltung der Ortsmitte von Alt-Willich.

Willich. In dieser Woche ist mit der Neugestaltung des Kaiserplatzes begonnen worden. Im Planungsausschuss stand nun ein weiteres ehrgeiziges Projekt auf der Tagesordnung: die Umgestaltung des Marktplatzes. Dabei will die Stadt neue Wege gehen und ein Workshop-Verfahren einleiten. Der Ausschuss gab grünes Licht.

Kein klassischer Gestaltungswettbewerb, sondern ein Workshop macht Sinn, zumal die Bezirksregierung, die die Fördermittel bewilligt, diese Form als Alternative anerkennt. Mehrere Büros sollen im Rahmen eines zweitägigen Workshops Ideen ausarbeiten. Dies wird nicht im stillen Kämmerlein, sondern vor Ort passieren.

Konkreter werden sollen die Ideen dann im Rahmen der zehntägigen Nachbearbeitungszeit. Nach dieser rund zweiwöchigen Entwurfsphase wird eine zu bildende Empfehlungskommission die Vorschläge unter die Lupe nehmen und eine Umsetzungsempfehlung, möglicherweise ergänzt um eigene Ideen, aussprechen.

Nachdem sich die Politik dann für eine Variante entschieden hat, konkretisiert das Siegerbüro seine Pläne. Im weiteren Verlauf sind Zwischenpräsentationen vorgesehen. Es gilt dafür zu sorgen, dass die Entwürfe den örtlichen Bedarfen genügen. Die werden ständig im Auge behalten, dafür wird auch die Präsenz der „Stadtschmiede Willich“, ein Kooperationsprojekt der Stadt mit der Hochschule Niederrhein, sorgen. Vier Büros werden es voraussichtlich sein, die sich intensiv Gedanken für die Ortsmitte machen. Wer den besten Entwurf vorlegt, der soll den Planungsauftrag erhalten.

Die Zeitplanung sieht so aus: Bis Ende Februar wird die Stadtschmiede mit allen relevanten Gruppen — egal, ob Anwohner oder Geschäftsleute — Gespräche führen. Im März werden voraussichtlich die Ergebnisse zusammengetragen, dann werden die Planungsbüros eingeladen. Der Workshop könnte Ende April stattfinden, die Sitzung der Empfehlungskommission Anfang Mai. Die politische Beratung wäre im Rahmen der Mai-Sitzung des Planungsausschusses denkbar, die Entscheidung fällt der Stadtrat.

„Wir finden das Workshop-Verfahren sinnvoll, auch wenn wir uns gegen einen autofreien Markt ausgesprochen haben“, erklärte Karl-Heinz Koch (FDP). „Wir begrüßen, dass es jetzt zügig weitergehen soll“, sagte Christian Winterbach (Die Grünen). Die Technische Beigeordnete Martina Stall machte deutlich, dass nicht über alles verhandelt werden könne: „Es geht nicht, beispielsweise zu entscheiden, dass der Markt doch nicht autofrei wird.“