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Margret Klein aus Tönisvorst hört nach 30 Jahren Ehrenamt auf

Margret Klein : Ruhestand nach 30 Jahren Ehrenamt

Die 84-jährige Margret Klein half jahrelang Senioren und Patienten im Krankenhaus.

. Margret Klein macht nicht viel Aufhebens um ihre Person. Dabei hat die 84-Jährige einiges vorzuweisen, worauf sie stolz sein kann. „Wohl so an die 30 Jahre lang“, so genau weiß es die Seniorin gar nicht, hat sie jeden Freitagnachmittag Menschen aus dem St. Töniser Krankenhaus und dem benachbarten Seniorenheim, die den Weg aus eigener Kraft nicht mehr schafften, zur Messe in die Krankenhauskapelle begleitet. Auch bei den Rollstuhlschiebern, die jeden Donnerstag gehbehinderte Senioren durch St. Tönis fahren, ist Margret Klein mehr als 30 Jahre lang aktiv gewesen.

Im Team der Suppenküche, die alle zwei Wochen ein kostenloses Essen im Marienheim anbietet, und bei der Laienspielgruppe der Pfarrcaritas, die das Programm des alljährlichen Elisabethcafés auf die Beine stellen, hat die vielseitige Frau sich ebenfalls jahrelang eingebracht. „Jetzt ist damit aber Schluss“, sagt die 84-Jährige, deren Gesundheit den vielen Ehrenämtern nicht gewachsen ist.

An ihrem letzten Tag in der 17-köpfigen Gruppe, die die Senioren und Patienten zur Messe bringen, hat Pfarrer Thomas Eicker eine Überraschung für Klein. Mit einem Blumenstrauß und einem herzlichen Dankeschön verabschieden Eicker und Heiner Aldenkirchs, Leiter der Gruppe, die St. Töniserin aus ihrem jahrzehntelangen Ehrenamt. „Sie haben so vieles zum Blühen gebracht, jetzt bekommen Sie auch mal etwas Blühendes“, sagt der Pfarrer.

Beim Ehrenamt sei Verlässlichkeit viel wert, betont Pfarrer Eicker

Zuvor hat er in der Messe über den Begriff „Caritas“ gesprochen, das lateinische Wort für Wertschätzung, Wohltätigkeit und Liebe. „Wenn da Menschen sind, die auf uns achten, die uns begleiten, dann werden wir geliebt“, führt der Theologe aus. Es sei immer gut, wenn man zuverlässige Menschen kenne, die tun, was sie sagen, und denen man vertrauen könne. Das gelte auch für Margret Klein: „Sie haben Liebe gegeben und gezeigt, dass man sich auf Sie verlassen kann“, sagt er.

Für die Gruppe um Heiner Aldenkirchs ist das Ausscheiden der 84-Jährigen ein herber Verlust, aus diesem Grund suchen die Helfer jetzt Verstärkung. Wer freitags zwischen 15 und 17 Uhr Zeit hat und sich einbringen möchte, kann sich an Aldenkirchs unter Telefon 02151/797747 wenden. Red

(RP)