Männer flirten, feiern und irren

Im Stadtgeflüster geht es am Tag nach dem Valentinstag um viele Herren, die einiges gut, anderes aber auch versaubeutelt haben.

Willich/Tönisvorst. Männer — habt Ihr an den Valentinstag gestern gedacht? Hat Eure Frau einen Blumenstrauß bekommen? Wenn nicht, schließlich halten viele Menschen nichts von diesem eher künstlichen Feiertag, schicken Sie doch Ihre Liebste mit bunten Blümchen schon in den Frühling. Ein Kollege des Flüsterers hat das zu Hause ausprobiert und großen Erfolg damit gehabt.

Was macht dieser Mann auf der Homepage? Die Rede ist von Hans-Frieder Nöhles, der über viele Jahre den Festausschuss Willicher Karneval angeführt hat. Im Januar 2015 zog er sich von diesem Amt und — mehr oder weniger — auch vom Karneval zurück. Seitdem ist Hans Nielbock Vorsitzender des FWK. Doch bis zur Stadt Willich hat sich das noch nicht rumgesprochen: Auf deren Homepage wird immer noch Nöhles als Ansprechpartner für den Willicher Karneval genannt.

Foto: Chor

Was macht der Mann zu Karneval? Werner Lessenich, Archivar des Heimatbundes in St. Tönis, hat diese Frage selbst beantwortet: Das Projekt „Klassenfotos“ beschäftigt ihn im Moment so sehr, dass er die „tollen Tage“ fast vergessen hätte. Und auch an Aschermittwoch ist seine Fleißarbeit noch nicht vorbei: „Schule aus“ heißt die Reihe, in der er seit Dezember Klassenfotos von damals und heute sammelt. Weitere Bilder dieser Art nimmt er gerne (leihweise) entgegen.

Foto: Guido Beckers

Was machen diese Männer eigentlich alle am Veilchendienstag? Diese Frage stellte sich der Stadtflüsterer in der vergangenen Woche, als er einen Tag nach Rosenmontag verzweifelt versuchte, ein Vorstandsmitglied der Neersener Schlossgeister ans Telefon zu bekommen. Doch die jecken Kerle waren abgetaucht. Und zwar in den Keller von Frank Müller. Die „Geister“ pflegen nämlich die alte Tradition des „Musik bezahlen“ nach dem Rosenmontag. Dabei setzte man sich früher in einer Kneipe zusammen, um bei einem gemütlichen Bier das Handgeld an die engagierten Kapellen weiterzugeben. Heutzutage wird die Gage auf modernem Weg schon vor dem Umzug gezahlt. Doch das gemütliche Bier am „Tag danach“, das ist geblieben.

Foto: Karsten Otten

Wo feiern sie denn jetzt, die Männer vom MGV Forstwald, der bekanntlich in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen begehen kann. Da hatte doch vergangene Woche in der Zeitung gestanden, das Ensemble gebe ein Konzert am 24. April. Das stimmt. Was nicht so ganz passte, war der Ort. Der MGV Forstwald feiert im Haus Vorst. Und zwar mit allen Freunden und Gönnern. Los geht es mit dem Konzert an diesem Tag um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Was machte der Mann da auf der Pressekonferenz in der vergangenen Woche? Wir sprechen gerade über Professor Dr. Tobias Zekorn, den Chefarzt der Inneren Abteilung im St. Töniser Krankenhaus. Der saß als medizinisch Verantwortlicher in der Info-Veranstaltung zu einem Diabetes-Beratungsraum. Und wie das bei solchen Gelegenheit so ist, wurden neben Kaffee und Wasser auch jede Menge dieser schweineleckeren Plätzchen angeboten. Wohlgemerkt, im Rahmen einer Info über Diabetes. Da war’s dann die Aufgabe des Chefarztes, zu demonstrieren, dass ein einzelner Keks nicht so schädlich ist. Das tat Dr. Zekorn in einer vorbildlichen Weise. Er ging als gutes Vorbild voran und griff zu.

Was macht der Mann da auf dem Foto? Allein unter 150 Frauen. Nämlich denen vom Chor Frauenpower, der sich zu einem am Probenwochenende zurückgezogen hatte. Marco Billep hat mit den Mädels und mit Chorleiterin Andrea Kautny eine Choreographie zu einem neuen Disco-Medley eingeübt. Am 5. Juni, wird der Chor in Anrath zwei Benefizkonzerte zugunsten von Flüchtlingen geben. Der Kartenvorverkauf (Beginn um 15 Uhr bzw. 17 Uhr in der katholischen Pfarrkirche in Anrath) hat begonnen.

www.frauenpower-willich.de

Wo stehen denn diese Männer da? Und wer sind sie überhaupt? Diese Frage stellte sich der Stadtflüsterer, als ihm vor einigen Tagen ein Foto gemailt wurde. Darauf zu sehen sind acht Kerle, teils mit Sonnenbrille, vor einer ziemlich tiefen Schlucht. Bei genauerem Hinsehen konnte der Flüsterer David Lünger und seine Jungs vom Vorster Tafelsilber identifizieren. Der Chef hatte seine männlichen Mitarbeiter nämlich über Karneval für einige Tage zum Entspannen auf die Finca seiner Eltern auf Sizilien eingeladen. Gleichzeitig feierte David Lünger dort am Rosenmontag seinen 27. Geburtstag. Zugeschickt hat uns das Foto Karsten Otten.

Das hatten Männer versaubeutelt: Der Tönisvorster Karnevalsprinzessin Samantha I. war auf dem Stadtschlüssel, den sie Bürgermeister Thomas Goßen am Altweiberabend abgerungen hatte, bekanntermaßen das „n“ vorenthalten worden (die WZ berichtete). Jetzt hat sie im Nachhinein den richtigen Schlüssel bekommen. Beim Tanzturnier der Garden wurde ihr die berichtigte Version vom Tönisvorster Karnevals Komitee überreicht.