Paketempfang in Willich DHL eröffnet solarbetriebene Packstation in Willich

Willich · Eine weitere Packstation von DHL in Neersen soll den Empfängern von Paketen das Leben leichter machen. Außerdem spare DHL so große Mengen CO2 ein.

Nur von oben sind die Photovoltaikzellen richtig zu sehen. Die Boxen sind unabhängig vom Stromnetz.

Nur von oben sind die Photovoltaikzellen richtig zu sehen. Die Boxen sind unabhängig vom Stromnetz.

Foto: Deutsche Post

(svs) Das Logistikunternehmen DHL hat an der Total-Tankstelle an der Hauptstraße 149 für Neersen eine weitere Packstation in Betrieb genommen. Es ist bereits die siebte ihrer Art in Willich und mit 66 Fächern auch für größere Nutzerzahlen geeignet. Die Packstationen von DHL, so auch diese, werden in der neuesten Generation vom Nutzer direkt per App gesteuert. Dafür genügt es, die kostenlose Post und DHL-App herunterzuladen und sich zu registrieren.

Die App-gesteuerte Packstation benötigt daher kein Display. „Wir haben die App-gesteuerten Packstationen intensiv getestet. Die Rückmeldungen der Kundinnen und Kunden sind sehr positiv und es hat sich gezeigt, dass die allermeisten Packstationskunden mit der Nutzung von Apps auf ihrem Smartphone bestens vertraut sind. Ein Großteil der App-gesteuerten Packstationen – so wie diese – ist mit Solarzellen auf dem Dach ausgestattet, sodass sich der neue Packstationstyp mit regenerativen Energien komplett selbst versorgen kann. Da wir keine externe Stromquelle mehr benötigen, können wir die DHL Packstation jetzt auch an Orten aufstellen, wo dies vorher nicht möglich gewesen wäre. Wir werden unseren Service damit noch näher zu unseren Kunden bringen“, sagt Holger Bartels, Leiter des Multikanalvertriebs Post & Paket Deutschland von DHL Group.

In den Packstationen können, so gibt DHL an, nicht nur Pakete abgeholt, sondern auch aufgegeben werden. Diese müssen einzig vollständig vorfrankiert sein. Dann würden sie nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Umwelt entlasten. DHL gibt an, dass bei Auslieferung oder Annahme über eine Packstation 30 Prozent weniger CO2 anfalle, als bei der Lieferung nach Hause, da ein Bote teilweise mehrere Dutzend Pakete in einem Rutsch und ohne weitere Fahrten abliefere. Allerdings dürfte dieser Effekt stark davon abhängen, wie der Endkunde sein Paket abholt. Geschieht das per Fahrrad oder zu Fuß oder kommt er ohnehin mit dem Auto an der Packstation vorbei, geht die Rechnung auf. Setzt er sich selbst ins Auto und fährt zur Station, dürfte sich der Effekt relativieren oder, je nach Fahrzeug, sogar umkehren.

Für DHL sei die neue Station in jedem Fall ein Gewinn. „Onlineshopping wird immer beliebter und somit werden auch unsere Packstationen immer häufiger genutzt. Unsere Kundinnen und Kunden stellen wir daher ein stetig wachsendes Netz an Packstationen zur Verfügung – und zwar an Orten, wo es für sie besonders bequem ist, weil sie keine zusätzlichen Wege haben“, sagt Holger Bartels.

(svs)
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