Willich: Krumm: Alt und Jung feiern ein Doppeljubiläum

Willich : Krumm: Alt und Jung feiern ein Doppeljubiläum

Die Begegnungsstätte Krumm in Wekeln besteht seit 15 Jahren. Zudem bildet es seit zehn Jahren mit Kitas ein Familienzentrum.

Willich. Wie schnell doch die Zeit vergeht: Am Samstag wurde in Wekeln ein Doppeljubiläum gefeiert: Das Begegnungszentrum Krumm besteht jetzt seit genau 15 Jahren. Und seit zehn Jahren bildet es gemeinsam mit fünf Kindertagesstätten das Familienzentrum Wekeln.

Bürgermeister Josef Heyes ging auf eine Besonderheit hin, sprach von „15 Jahren gelebter Ökumene“: Die Trägerschaft hatten der Caritasverband und die evangelische Emmaus-Kirchengemeinde gemeinsam übernommen. Dieter Lambertz (CDU), der damals Vorsitzender des Sozial- und Jugendhilfeausschusses war, erinnerte sich: „Die Beschlüsse wurden einstimmig, über alle Fraktionsgrenzen hinweg, gefasst.

Ingeborg Odenthal, die 1. Vorsitzende des Caritasverbandes für die Region Kempen-Viersen und Vorstandsmitglied des Trägervereins, wies auf folgendes hin: „Eigentlich ist es sogar ein dreifaches Jubiläum, wenn man bedenkt, dass die Zusammenarbeit zwischen einer evangelischen Kirchengemeinde und einem katholischen Wohlfahrtsverband in dieser Form einmalig in der Stadt Willich war.“ Odenthal begrüßte unter anderem den evangelischen Pfarrer Rolf Klein und Volker Hufschmidt, den früheren Vorsitzenden des Emmaus-Presbyteriums.

Wie sehr das Krumm immer noch angenommen wird, macht folgende Zahl deutlich: Mehr als 800 Menschen gehen dort Woche für Woche ein und aus. Heike Brings und Judith Knipp leiten die Einrichtung, Monika Dax ist für das Familienzentrum zuständig, ansonsten gibt es im Krumm jede Menge ehrenamtliche Aktivitäten.

„Ich bin so froh, dass wir das Krumm haben“, sagte Michael Süßbeck, der bei der Stadt für die Kindergartenplanung zuständig ist. Der Grund: „Mit diesem Zentrum haben wir das Ohr in Wekeln.“ Dort kommen Jung und Alt zusammen, da gibt es Hilfe für Kinder mit Asthma, da treffen sich aber auch Senioren, um Freizeitaktivitäten zu entwickeln. Das Katholische Forum des Kreises Viersen bietet Wahrnehmungs- und Bewegungskurse für Kinder.

Auch am Samstag war das Gewusel groß: Die „Tonköpfe“ sangen Gospel, jede Kindertagesstätte hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen, damit bei den kleinsten Besuchern keine Langeweile aufkam. So konnten die Kinder über eine „Slackline“ balancieren, selber Instrumente herstellen, unter Anleitung trommeln, Zumba ausprobieren und „magische Blumen“ basteln, um nur einige von vielen Aktivitäten zu nennen. Bei den Erwachsenen stand die Kommunikation im Vordergrund — schließlich ist das Krumm ein Begegnungszentrum.

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