Kreissportbund tagte in Neersen : Kreissportbund startet das Programm „Moderne Sportstätten“

Bei der Mitgliederversammlung des Kreissportbundes stellte Staatssekretärin Andrea Milz Förderprogramme vor.

Die Sitzung des Kreissportbundes im Ratssaal von Schloss Neersen war von großer Harmonie geprägt. Zum Ausdruck kam dies unter anderem bei den Vorstandswahlen: Angelika Feller bleibt Vorsitzende, ihre Stellvertreterin heißt weiterhin Barbara Janke, und als Geschäftsführerin wurde Klaudia Schleuter wiedergewählt. Als Beisitzer wurden Gabi Prosch-Hermes, Klaus Walter und Thomas Wilberg im Amt bestätigt, neu gewählt wurde Professor Winand Lange. Keiner der zu Wählenden musste auch nur eine einzige Gegenstimme hinnehmen. Stimmberechtigt waren Vertreter von immerhin 47 Vereinen.

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in der Düsseldorfer Staatskanzlei, stellte Förderprogramme vor. „Der Startschuss für das Programm ,Moderne Sportstätten’ fällt am 13. Juni in Essen.“ Anträge dürfen Eigentümer, Pächter oder Nutzer von Sportstätten sein, die Vereine müssen Mitglied im Landessportbund sein. „Das Geld kann unter anderem für energiesparende Maßnahmen ausgegeben werden oder für die Barrierefreiheit“, erklärte die Staatssekretärin. Die Fördersumme betrage mindestens 10 000 Euro. Es genüge, wenn zunächst nur Grobschätzungen eingereicht werden: „Wenn wir einen Haken dranmachen, können Sie loslegen“, erklärte Andrea Milz. Mittel aus diesem Programm könnten mit anderen Fördermöglichkeiten kombiniert werden. Die Kreissportbunde werden am 13. Juni Näheres erfahren, insgesamt stehen 300 Millionen Euro zur Verfügung. Die Staatssekretärin hält es für möglich, dass Finanzminister Lutz Lienenkämper diesen Betrag noch einmal aufstockt.

Die alte und neue Vorsitzende Angelika Feller zog eine positive Bilanz und bedankte sich bei den Vertretern der Vereine für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Schön: „Die Sportjugend hat in den vergangenen Jahren viele neue Ideen entwickelt.“ Weniger positiv: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstellen arbeiten hart am Limit.“ Alle Angebote wie die sieben Bewegungsfeste, die Veranstaltungen „Kids in Action“, die es sechs Mal gab, sowie die Premiere der Talentiade seien gut besucht gewesen. Bis 2022 läuft das Programm „Engagementförderung im Sport“, mit dem weitere Ehrenamtler gefunden werden sollen.

Willi Wittmann sollte mit dem Ehrenpreis des Kreissportbundes geehrt werden – aus gesundheitlichen Gründen konnte er die Auszeichnung aber nicht entgegennehmen. Über die Goldene Ehrennadel freuten sich Martin Bast vom TV Anrath, Rainer Lutz von der DJK Sportfreunde Leuth und Manfred Bartsch vom TSV Kaldenkirchen.

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