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Krankenhaus: Alles neu für die Patienten

Krankenhaus: Alles neu für die Patienten

Der Anbau des Willicher Krankenhauses ist bezugsbereit. Ein Rundgang.

Willich. Die orangefarbene Krawatte, die Stefan Knöfel beim Besichtigungstermin mit der Presse im fertiggestellten Anbau des Katharinen-Hospitals trägt, ist vielleicht nicht zufällig gewählt. Der Binder des Geschäftsführers passt jedenfalls perfekt zum Farbkonzept des neuen Klinik-Traktes.

Orange, Grün, Violett und Braun setzen in den Stations-Fluren, auf Wänden und Vorhängen der Zwei- und Dreibettzimmern kräftige Akzente. Kein Dreck, kein Staub ist mehr zu sehen, und fast kein Handwerker ist mehr zugange. Stefan Knöfel kann nach einer baulichen Durststrecke durch Verzögerungen endlich den Vollzug, Pardon, Einzug vermelden: „Am Mittwoch kommen die Patienten.“

Sie dürften Augen machen, wenn sie den Stations-Zuschnitt der 60er Jahre im Altbau hinter sich lassen. Die neuen Zimmer mit Badezimmern sind behindertengerecht und mit moderner Funktionalität ausgestattet.

Die Fülle an Technik (für Beleuchtung, TV-Fernbedienung, den Schwestern-Notruf und die Sauerstoffversorgung) befindet sich in grauen Medienleisten über den Betten. Sie hatten zu einer ersten Verzögerung im Zeitplan geführt. Knöfel: „Die gelieferten Leisten waren zu groß und mussten neu angefertigt werden.“ Später kamen zwei große Wasserschäden hinzu. Da habe es in der Bauphase, die nach der Lieferung der ersten Fertigmodule im März eigentlich im Mai schon hätte beendet sein sollen, „schwierige Zeiten“ gegeben. Knöfel: „Nun brennen wir darauf, die Stationen zu beziehen.“

„Wir“, damit meint der Geschäftsführer auch das Personal, das sich auf größere Räume mit größeren Arbeitsflächen und einem Mehr an Lagerkapazitäten freuen kann. Ideen der Pflegekräfte, wie eine Durchgangstür zwischen zwei Räumen, sind umgesetzt worden.

Alle 73 Betten in den beiden Stationen (Innere/Geriatrie und Chirurgie/HNO) sind elektrisch verstellbar. Am Mittwoch werden die ersten Patienten die neuen Zimmer beziehen. Bis dahin werden überall die noch fehlenden Spender für Hygienemittel und Halterungen für Bibel, Broschüren und Einmalhandschuhe angebracht sein. Stefan Knöfel freut sich, auch wenn er norddeutsch-nüchtern feststellt: „Ein Krankenhaus ist nie fertig.“