Kolping: Neue Sammlung läuft gut

In Willich können seit Anfang des Jahres an jedem ersten Samstag Altkleider abgegeben werden.

Willich. Heute ist es wieder soweit: Die Kolpingsfamilie Willich öffnet ihr Altkleiderlager. Jeden ersten Samstag im Monat werden an der Martin-Rieffert-Straße 32-34 gebrauchte Textilien entgegengenommen. Diese Taktung ist neu, läuft erst seit Anfang des Jahres. „Vorher gab es nur die große Straßensammlung einmal im Jahr und das offene Lager an drei Samstagen“, erklärt Hans Schmid. Das Vorstandsmitglied ist bei der Kolpingsfamilie für den Bereich Altkleider zuständig. Auch heute wird er wieder die Spenden in Empfang nehmen (siehe Info-Kasten).

Als Grund für die nun häufigeren Öffnungen nennt Schmid diese Überlegung: „Wer in einer Mietwohnung lebt, habt meist nur einen begrenzten Lagerraum. Da ist man froh, wenn man anfallende Kleidung, die man nicht mehr braucht, schnell wegbekommt.“ Und vier Wochen zwischen zwei Sammlungen seien ein „überschaubarer Zeitraum“.

Zwar ist erst ein Quartal vorbei, doch laut der Kolpingsfamilie verläuft der Versuch positiv. „Bis jetzt wird die monatliche Sammlung gut angenommen“, sagt Heinz Malessa, ebenfalls im Vorstand und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „Es zeichnet sich ein Erfolg ab.“ An der großen Jahressammlung werde man aber nicht rütteln, betont er. „Die ist bei den Leuten bekannt.“

Schon seit Jahrzehnten fährt der Verein in jedem Herbst mit Fahrzeugen alle Straßen in Alt-Willich ab. „Uns wohl gesonnene Partner“ stellen dafür Transporter zur Verfügung, so Malessa. „Ältere Mitglieder sitzen am Steuer, während unsere Jugend die gefüllten Säcke vom Straßenrand holt.“ Diese werden voran in leerem Zustand an die Haushalte verteilt. Sie sind weiß und haben eine Kolping-Aufschrift. Für die Abgabe an der Martin-Rieffert-Straße können aber auch andere Säcke sowie Kartons verwendet werden.

Auch die Textilien aus diesem Zwischenlager landen letztlich in einem großen Container, der im Rahmen der Groß-Sammlung auf dem Schützenplatz aufgestellt wird. Vom Niederrhein geht es dann zur Kolping Recycling GmbH in Fulda, die sich um die Verwertung kümmert. Dafür gibt es Geld von der Firma aus Hessen.

„Weltweit unterstützt Kolping mit den Erlösen aus den Altkleidersammlungen, an denen sich auch die Kolpingsfamilie Willich beteiligt, eine Fülle von sozialen Projekten“, heißt es vom hiesigen Verein. Der Diözesanverband Aachen, zu dem die Willicher Kolpingsfamilie gehört, pflegt seit mehr als 30 Jahren eine Partnerschaft mit dem Kolpingwerk in Südindien. „Überwiegend trägt die Willicher Kolpingsfamilie mit ihren Altkleidersammlungen mit dazu bei, dass das Kolpingwerk in Südindien mit finanziellen Mitteln versorgt werden kann.“ In der Vergangenheit seien hierzu 300 000 Kilo Altkleider — vor allem bei der jährlich stattfindenden Sammlung — zusammengetragen worden.

Sammlungen von kommunaler Seite nimmt man bei der Kolpingsfamilie zwar durchaus als Wettbewerb wahr. „Dadurch haben wir aber keine Einbrüche bei unseren Mengen feststellen können“, sagt Heinz Malessa.