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Stadtgeflüster: Kleines Rätsel um ein Absperrband

Stadtgeflüster : Kleines Rätsel um ein Absperrband

Heute gehen wir von den Ausgrabungen in Vorst zur Kirche in Willich.

Willich/Tönisvorst. Das ist schon interessant, was die Archäologen in Vorst so alles ausgraben und herausfinden. Sie erinnern sich, liebe Leser, das ist dort, wo einmal das Wohngebiet Vorst-Nord entstehen soll. Jetzt gibt es zwei Probleme, 1. Das Ausgrabungs-Areal ist abgesperrt mit Trassenband, 2. von der Schlufftrasse aus ist die Ausgrabungsstelle nicht einsehbar. Was dann viele Besucher auf die Idee bringt, das Trassenband Trassenband sein zu lassen, es kurz hochzuheben und einfach mal gucken zu gehen. Auch das ist eine Form von Tourismus.

Stadtgeflüster: Kleines Rätsel um ein Absperrband
Foto: Dohmen

Absperrband ist dem Flüsterer auch in Willich aufgefallen: Am Domgarten hinter der St.-Katharina-Kirche ist ein elf mal vier Meter großes Areal mit schweren Balken eingefasst und mit dunklem Granulat aufgefüllt worden. „Bitte die Spielfläche vor dem 8. 8. 15 nicht betreten“, ist dort auf mehreren Schildern zu lesen. Um welches Spiel es sich handelt, wird allerdings nicht verraten. Die Nähe zur Bahn des Bossel- und Bügelclubs und die Abmessung der Fläche lassen allerdings den Verdacht aufkommen, dass hier eine weitere Sportart, die mit dem Buchstaben B beginnt, betrieben werden soll. Der Flüsterer bleibt dran.

Stadtgeflüster: Kleines Rätsel um ein Absperrband
Foto: Dohmen

Die Wiederholung einer ungewöhnlichen Aktion gab es am Wochenende durch die Willicher CDU. Im Stadtgebiet verteilte der Bundestagsabgeordnete und Parteivorsitzende Uwe Schummer mit Parteifreunden Exemplare des Grundgesetzes. Schummer: „Das Grundgesetz ist unsere gemeinsame Hausordnung. Daran haben sich alle zu halten, egal, welchen Glauben und welche politische Strömung ein Mensch vertritt. Zentral ist der Artikel 1, die Menschenwürde, die gilt für jeden Menschen, egal woher er kommt, egal wer er ist.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Stadtgeflüster: Kleines Rätsel um ein Absperrband
Foto: Dohmen

Vor 40 Jahren hat Doris Thiel, Geschäftsführerin der Festspiele in Neersen, ihr Abitur an der Marienschule in Krefeld gemacht. Am Samstag trafen sich 14 der ehemals 18 Mädchen aus der Abiklasse im Neersener Ramshof zum Klönen und Essen. Abends gingen sie gemeinsam in eine Vorstellung von „Pension Schöller“ zum Neersener Schloss. Doris Thiel hat das Treffen organisiert. Eine ehemalige Klassenkameradin reiste aus Schweden, die andere aus Frankreich an. Mit von der Partie war auch Irmgard Poleska, die Mutter der bekannten Ex-Schwimmerin Anne.

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Foto: Lübke; Dohmen

Nachtrag zu einem Thema aus der vorvergangenen Woche: Da war es um Fahrradhelme gegangen und Bedenken dagegen. Dazu zählte, dass durch einen Helm die Frisur nicht mehr sitzt. Weshalb, so dachte jedenfalls der Flüsterer, besonders Frauen nicht mehr kurzfristig auf den Drahtesel steigen. Weit gefehlt: Gerade bei der jüngeren Generation ist das Argument wieder sehr „in“. Und, besonders die männlichen Jugendlichen lassen sich ungern die Frisur zerstören. Irgendwie verständlich, wenn man die Haare auf einmal so trägt wie die Fußballer Marco Reus oder Max Meyer.

Up to date sein, mit der Zeit gehen. Das bietet die Altenhilfe Stadt Willich an. Am 28. November geht’s mit dem Bus nach Moers, wo bei der Firma Hoinghaus eine Modenschau besucht wird. In Willich geht’s ab der Total-Tankstelle um 13 Uhr los, in Schiefbahn zehn Minuten später ab der Eisdiele, um 13.20 Uhr ab Gymnasium St. Bernhard. Die Neersener Teilnehmer werden um 13.30 Uhr am Schloss abgeholt, und in Anrath hält der Bus um 13.40 Uhr an der Kirche. Das Ganze kostet für Mitglieder 13, für Nichtmitglieder 18 Euro. Die Tickets gibt’s bei der Altenhilfe am Kaiserplatz 1 in Willich, Telefon 02154/428 055.

Regelmäßigen Besuchern des Neersener Wochenmarkts (immer freitags von 7 bis 13 Uhr) wird es aufgefallen sein: Seit kurzem fehlt ein Angebot an frischem Fisch. Drum sucht Marktverwalter Volker Braun vom Geschäftsbereich Einwohner und Ordnung einen Fischhändler zur Abrundung des Angebots. Interessenten können sich für weitere Infos gerne bei ihm unter Tel. 02154/949 672 melden.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr lädt der Waldpark in Schiefbahn zum Open-Air-Kultsingen ein. Das Konzert im Juni war von regnerischem und kaltem Wetter begleitet, doch weder der Veranstalter noch Johannes Brand ließen sich davon beeindrucken. Der Pavillon wurde kurzerhand wetterfest gemacht, Heizpilze wurden aufgestellt, und in gemütlicher Atmosphäre sangen sich Brand und seine rund 50 Besucher in beste Stimmung. Als „Public Singing“ bezeichnet er seine Mitsingabende. Deren Bandbreite umfasst Evergreens, Volkslieder, Schlager und Hits von gestern bis heute. Beim Special im Waldpark am 14. August ab 19.30 Uhr ist der Eintritt frei, bei schlechtem Wetter wird im Pavillon gesungen. Anmeldung erwünscht unter: www.singmalmit.de

Das ist schon ganz schön international — und die WZ ist mittendrin. Johannes Heibel aus dem Westerwald taucht thematisch häufiger in unserem Lokalteil auf. Und er kann ganz sicher sein, dass er das immer mitkriegt — auch schon, bevor er das Internet eingeschaltet hat. So wie neulich. Da hatte doch tatsächlich ein Leser in Johannesburg ein Thema in der WZ gesehen, das mit Herrn Heibel zu tun hatte. Also rief der Mann aus Südafrika im Westerwald an, um mitzuteilen, dass am Niederrhein etwas wichtiges in der Zeitung steht. Und wie findet Herr Heibel das? „Die Buschtrommeln funktionieren“, lacht er.

Wissen Sie, was ein „Deckenfest“ ist? Dazu lädt auf jeden Fall die Evangelische Kirchengemeinde St. Tönis für den 14. August ein. Grund: Der Neubau des Gemeindezentrums hat Decke (!) und Dach, weshalb man mit allen Beteiligten zünftig feiern will. Was man früher wohl noch unter dem Begriff „Richtfest“ getan hat.

Feiern konnte vor einigen Tagen auch Gerhard Brisch: Der katholische Religionslehrer, am 12. August 1930 in Brieg an der Oder geboren, ist vor 60 Jahren zum Priester geweiht worden. Viele Jahre unterrichtete er am Humanistischen Gymnasium in Viersen katholische Religion und Geschichte. In Anrath war er außerdem als Gefängnisseelsorger tätig, was eine besondere Herausforderung darstellte. Seit der Pensionierung lebt er in Kärnten.