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Kirchengemeinden preisen das Miteinander

Kirchengemeinden preisen das Miteinander

Zu Ehren des Tönisvorster Stadtpartons gab es in St. Cornelius eine ökumenische Festandacht.

Tönisvorst. „Wo ist das Wort Gottes in unserer Stadt auf fruchtbaren Boden gefallen?“ Das war die Leitfrage, unter der die ökumenische Festandacht der katholischen und der evangelischen Kirche stand. Zu Ehren des Stadtpatrons Antonius hatten die beiden Kirchengemeinden und die Stadt zum Festgottesdienst in die St. Töniser Pfarrkirche St. Cornelius eingeladen. Anschließend gab es einen Umtrunk im Marienheim. Die im Vorfeld angekündigte Ehrung eines verdienten Ehrenamtlers fiel aus terminlichen Gründen aus.

„Wir wollen Menschen und Institutionen in den Mittelpunkt stellen, deren Engagement unsere Stadt zu einer lebens- und liebenswerten macht“, sagte Stefanie Müller, Gemeindereferentin in St. Cornelius. Gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer Christian Dierlich hatte sie die Andacht vorbereitet. Musikalisch gestaltet wurde diese von den Kirchenchören St. Cornelius St. Tönis und St. Godehard Vorst. Außerdem spielte Andreas Hammen, Leiter des Posaunenchors der evangelischen Gemeinde, auf seinem Instrument.

Statt einer Predigt berichtete Sigfried Thomaßen, Präsident von action medeor, von der Arbeit des Medikamentenhilfswerks. Bürgermeister Thomas Goßen sprach über die freundliche Aufnahme der Geflüchteten aus aller Welt, das große Engagement der städtischen Mitarbeiter und den Einsatz der vielen Ehrenamtler in Tönisvorst. Auch die Jugendarbeit und die Seniorenarbeit der evangelischen Kirche St. Tönis wurden vorgestellt. Stefanie Müller schilderte ihre schulpastoralen Aufgaben als Gemeindereferentin der katholischen Kirche. Luisa Casula, Leiterin des St. Antonius-Kindergartens St. Tönis, stellte die Einrichtung als Bindeglied zu den Familien im Ort vor.

Schön war auch die Ansprache von Norbert Caelers, Seelsorger der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst. Er erinnerte an den Wahlspruch der Feuerwehr: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“ Helfen in der Not sei das erste Gebot der Feuerwehrleute. „Wir säen den Gedanken der Nächstenliebe und der Hilfsbereitschaft vor allem in unserer Jugendfeuerwehr und können beobachten, wie sich aus Kindern und Jugendlichen verantwortungsvolle und für den Nächsten einstehende Menschen entwickeln“, sagte Caelers. Pfarrer Dierlich bedankte sich bei den engagierten Bürgern und sprach von „Mut machenden Beispielen“.

Beim anschließenden Umtrunk begrüßte Markus Spranzel vom neuen Gemeindevorstand St. Cornelius die Gäste und betonte, er freue sich „über das gelungene Zusammenspiel der evangelischen und der katholischen Kirche im Ort“. Auch Albert Schwarz, ebenfalls Mitglied im Gemeindevorstand, sagte, die beiden Kirchen müssten fest zusammenstehen, „damit wir unseren Glauben nach außen vertreten können“. Außerdem rief Schwarz dazu auf, sich mit allen Sorgen, Nöten und Ideen für ein gutes Gemeindeleben an den Gemeindevorstand zu wenden: „Wir haben sonst gar nichts zu tun“, beschwerte sich Schwarz in scherzhaftem Ton.