Kerbusch: Spatenstich fürs alte Wasserwerk im Stahlwerk Becker im Mai

Spatenstich fürs alte Wasserwerk im Stahlwerk Becker : Wasserwerk: Professor begleitet Kerbusch zum Spatenstich

Diplom-Ingenieur Jahnen, von dem schon der Gesamtentwurf fürs Stahlwerk Becker stammte, startet mit durch. 

Willy Kerbusch hat einen neuen, Pardon, einen „alten“ Partner. Mit ihm will er als Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft der Stadt Willich das Wasserwerk im Stahlwerk Becker sanieren, entwickeln und zu ehemaliger Imposanz zurückführen.

Kerbusch hat Professor Peter Jahnen für die Ausführungsplanung des Projektes unter Vertrag genommen. Es ist nicht die erste Zusammenarbeit. Die beiden verbindet mit der Entwicklung des Gewerbeparks Stahlwerk Becker über 25 Jahre eine berufliche und ideelle Freundschaft zu klarer Industriearchitektur. Der Diplom-Ingenieur Jahnen ist Architekt und Designer mit den Arbeitsschwerpunkten Rahmenplanung, Hochbauprojekte und Stadt-gestalterische Projekte. Er ist einer der drei Partner im Büro „Heinz Jahnen Pflüger“ (Stadtplaner und Architekten) in Aachen.

„Mit ihm habe ich schon das Gründerzentrum als Low-Budget-Projekt umgesetzt“, sagt Kerbusch. Das Stahlwerk, das Kerbusch vor einigen Jahren einmal „eines der schönsten Gewerbegebiete in NRW“ genannt hat, stammt aus dem General-Entwurf von Professor Jahnen mit Wasserachse, Grünanlagen und der Mischung aus denkmalgeschützten Bauten und moderner Architektur.

Das Wasserwerk, über viele Jahre an hoffnungsvoll angetretene Investoren verkauft, musste bisher aus der Stahlwerk-Lobeshymne ausgeklammert werden. Jetzt geht es für Kerbusch und Jahnen aber im Dauerlauf auf die Zielgerade. Kerbusch: „Ich habe ihn angerufen und ihm gesagt, egal was er gerade mache, ich hätte etwas Wichtigeres. Er hat sofort zugesagt.“

Bekanntlich hat der Aufsichtsrat der Grundstücksgesellschaft im Februar der Rückübertragung des Gebäudes von Investor Bodo Garden an die Gesellschaft einhellig zugestimmt. Garden hatte Pläne für das Wasserwerk, konnte aber laut Kerbusch „trotz eines schlüssigen Konzepts“ die Banken nicht von der Wirtschaftlichkeit der Planungen überzeugen.

Nun macht’s Kerbusch. Er hat angekündigt, rund 2,5 Millionen Euro zu investieren. Diese Summe sei, in Relation zu der später vermietbaren Fläche von nur 900 Quadratmetern, ein „betriebwirtschaftliches Randergebnis, damit an der Grenze, „noch wirtschaftlich“ zu sein.

Für Jahnen und Kerbusch ist es die Möglichkeit, das i-Tüpfelchen als Schlusspunkt im Gewerbepark zu setzen, mit dem Projekt, dass einst neben dem Wasserturm als Anker-Immobilie diente. Kerbusch freut sich, angesichts seiner aktuell zahlreichen Aufgaben mit Krankenhaus-Areal in Willich, Am Schwarzen Pfuhl etc. nun das Wasserwerk in einer professionellen Ausführungsplanung zu wissen. „Professor Jahnen ist unglaublich kreativ, zugleich hat er Kosten und Machbarbeit im Blick. Es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten. Im Sommer 2020 ist das Ding fertig.“

Damit bliebe noch der Spatenstich nachzutragen, der Startschuss für den Schlussakkord: Christian Pakusch, Aufsichtsratsvorsitzender der Grundstücksgesellschaft, hat Anfang Mai notiert. Die Suche nach Handwerkern und Betrieben läuft. Kerbusch behält die Fäden in der Hand: Er hat alle am Bau Beteiligten schon in einer eigenen WhatsApp-Gruppe.

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