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Kaum Verstöße gegen Coronaschutzverordnung im Kreis Viersen

Viel Sonne am Wochenende : Kaum Verstöße gegen Coronaschutzverordnung im Kreis Viersen

Am Wochenende lockte das schöne Wetter mit frühlingshaften Temperaturen viele Leute vor die Tür. Obwohl viel los war, blieb es für Ordnungsämter und Polizei ruhig. Die Feuerwehr Willich rückte allerdings gleich zu sieben Einsätzen aus.

Frühlingshafte, ja fast schon sommerliche Temperaturen überraschten den Niederrhein positiv am Wochenende. Wo vor zwei Wochen noch der radikale Wintereinbruch mit Glatteis und Schneebergen zu erleben war, zeigten sich nun Sonnenstrahlen, die Schneeglöckchen und Krokusse zum Leben erweckten. Also wurde die Schneeschippe gegen das Fahrrad getauscht und vielerorts die Schönheit des Niederrhein genossen. So auch auf den größeren Freizeitanlagen in Tönisvorst „Am Wasserturm“ und am „Pastorswall“. Oder auch in den Innenstädten, auf Wanderwegen und in den Wäldern. Spazierengehen und Fahrradfahren ist spätestens seit der Pandemie und den damit verbundenen Freizeitspaßeinschränkungen ohnehin zum „Trendsport“ geworden. Seitens der Ordnungsämter und der Viersener Polizei musste am Wochenende sehr selten bei Ordnungsverstößen gegen die Coronaschutzverordnung eingeschritten werden. „Es war viel los, aber nach Einsatzlage ein unauffälliges Wochenende. Alles ruhig“, sagt Wolfgang Goertz von der Pressestelle der Polizei Viersen.

Feuerwehr Willich rückte
sieben Mal aus

Wesentlich ereignisreicher war das Wochenende für die Feuerwehr Willich. Bereits am Samstagmorgen wurde der Löschzug zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert und half beim Tragen einer Patientin. Nur kurze Zeit später forderte der Brand eines Carports den Löschzug Schiefbahn. Aus bislang ungeklärter Ursache brannte auf dem Gelände eines Floristikbetriebs ein Carport mit dort gelagerten Florisitk- und Elektrogegenständen. Da das Feuer bereits auf die angrenzenden Gartenhäuser hinter dem Grundstück übergriff, wurde ein umfassender Löschangriff von der Uhlandstraße als auch von der Hochstraße aus vorgenommen. Glücklicherweise wurde bei dem Brand niemand verletzt und der Einsatz konnte nach rund zwei Stunden beendet werden. Die Löschzüge Willich und Clörath wurden jeweils in den Abendstunden zu einer Tierrettung gerufen. Dem Löschzug Clörath wurde ein verletzter Kormoran gemeldet. Dieser konnte gefangen und in eine Tierklinik zur Behandlung transportiert werden. Für einen Hasen, zu dem der Löschzug Willich eilte, kam jede Hilfe zu spät. Ebenfalls in den Abendstunden war der Löschzug Anrath im Einsatz. Gemeldet war eine Ölspur. Diese stellte sich jedoch als Wasserspur heraus.

Sonntagnachmittag ereignete sich ein Verkehrsunfall in Schiefbahn. Auf der Kreuzung Bundesstraße / Büttgener Straße kollidierte ein Motorrad mit einem Auto. Da zunächst von einer großen Anzahl Schwerverletzter ausgegangen war, wurden neben dem Löschzug Schiefbahn auch der Einsatzleitwagen aus Anrath sowie der Rettungsdienst und ein Rettungshubschrauber eingesetzt. Die Feuerwehr sperrte die Unfallstelle ab, stellte den Brandschutz sicher und streute auslaufende Betriebsstoffe ab. Die beiden Verletzten wurden nach erster notärztlicher Behandlung vor Ort mit dem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser zur weiteren Behandlung transportiert. Der zuvor alarmierte Rettungshubschrauber wurde wieder abbestellt, da er nicht mehr benötigt wurde. Weitere Personen waren nach Sichtung durch den Rettungsdienst nicht verletzt worden. Die Polizei nahm den Unfall auf und ermittelt hinsichtlich der Unfallursache. Am Abend ereignete sich ein weiterer Unfall – mit drei beteiligten Fahrzeugen an der Kreuzung Bönninghausen. Zu diesem wurde der Löschzug Anrath gerufen. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle, nahm auslaufende Betriebsmittel auf und leuchtete die Einsatzstelle aus. Die am Unfall beteiligten Personen wurden durch den Rettungsdienst vor Ort versorgt und im Anschluss in die nahe gelegenen Krankenhäuser gebracht.