Katharinen-Hospital: Letzte Visite vor dem Abriss in Willich

Willicher Krankenhausgebäude ist bald Geschichte : Katharinen-Hospital: Letzte Visite vor dem Abriss in Willich

Am 17. Juli beginnen die Abrissarbeiten für das ehemalige Krankenhausgebäude samt Schwesternwohnheim. Am 6. Juli kann man einen letzten Abschiedsspaziergang unternehmen. Die WZ hat ihn bereits gemacht.

Es ist soweit. Der Abschied von einem in vielerlei Hinsicht bedeutsamen Gebäude für die Stadt Willich steht bevor. Noch ragt das Katharinen-Hospital  an der Bahnstraße fünf Stockwerke in die Höhe, das Schwesternwohnheim daneben sieben Etagen. Sobald der Abriss erfolgt, wird die Dimension des Filet-Grundstücks für den Ort sichtbar. Wohnen in den Katharinenhöfen wird die Zukunft. Das Willicher  Hospital, zwischenzeitlich zentrale Unterkunft für Flüchtlinge, ist  Vergangenheit. Dass die Stadt ein Krankenhaus führt, ist nicht mehr denkbar.

Adieu: Wer der Hülle des ehemaligen Katharinen-Hospitals einen Abschiedsbesuch abstatten möchte, hat dazu am 6. Juli Gelegenheit. Von 11 bis 17 Uhr ist Tag der offenen Tür mit fotografierbereiten Smartphones.

Abriss: Ab dem 17. Juli beginnen die Vorbereitungsarbeiten für den Abriss. Es geht zuerst um die Entkernung. Wer den Zuschlag dafür erhält, steht noch nicht fest. Sieben Firmen haben sich beworben. Parallel wird das Baurecht für das Areal vorangetrieben.

Grundstück: Das Planungsgebiet für die künftige Wohnanlage Katharinenhöfe (16 000 Quadratmeter) ist komplett im Besitz der städtischen Grundstücksgesellschaft.  Man habe sich mit dem Eigentümer eines noch fehlenden Areals geeinigt, so Willy Kerbusch, Geschäftsführer der städtischen Grudnstücksgesellschaft. Die Erschließung des Geländes werde einem Investor übergeben. Auf der „Expo Real“,  der Immobilienmesse in München im Oktober, will die Stadt das neue Wohnen in Alt-Willich bewerben. Die Nachfrage für das Quartier mit fast 100 Wohneinheiten in jeder Preisklasse, barrierefrei und mit Anbindung an den Konrad-Adenauer-Park sei jetzt schon da. „Sorgen machen wir uns nicht“, so Aufsichtsratsvorsitzender Christian Pakusch.

Park: Der Konrad-Adenauer-Park wird nicht verkleindert. Das versichern unisono Willy Kerbusch und Christian Pakusch. In Sozialen Netzwerken würden andere Behauptungen auftauchen. Wahr ist: „Der Park wird an den Rändern größer und als Anlage mit Aufenthaltsqualität aufgewertet.“ Die Grünanlage der Katharinenhöfe wird in den Park integriert.

Zentrum: Die Katharinenhöfe als Innenstadt-nahes Wohnquartier, der neugestaltete Markt und der Bereich um Rewe werden Willichs ganzheitlich neues Zentrum. 7500 Quadratmeter der Katharinenhöfe-Fläche  sind für Dienstleistung und großflächigen  Handel  vorgesehen. Christian Pakusch kann sich als Ankermieter eine Filiale eines regionalen Bio-Marktes vorstellen.