Kasernengelände wird weiter diskutiert

Der Bürgerverein Forstwald lädt für heute zu einer Informationsveranstaltung ein.

St. Tönis/Forstwald. Es geht heute Abend um die Zukunft des Kasernengeländes Forstwald: Wohnbebauung oder Aufforsten? Der Bürgerverein Forstwald veranstaltet heute um 19 Uhr eine Informations- und Diskussionsveranstaltung in der Evangelischen Johanneskirche am Bellenweg 159 in Forstwald. Als Gäste sind Vertreter aus der Krefelder Politik und Verwaltung eingeladen. Angekündigt sind Martin Linne, Beigeordneter der Stadt Krefeld, Jürgen Hengst (SPD), Heinz-Albert Schmitz (CDU), Axel Heimendahl (Bündnis 90/Die Grünen) und Joachim C. Heitmann (FDP). Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Claudius A. Schmitz. Der Bürgerverein lädt jedermann ein, seine Meinung zur zukünftigen Nutzung des ehemaligen Kasernengeländes mitzuteilen. Der Eintritt ist frei.

Die ehemaligen Flüchtlingsunterkünfte in Forstwald, die vom Land Nordrhein-Westfalen aufgebaut, aber nicht mehr gebraucht wurden, sind inzwischen abgebaut, die neuen Möbel überwiegend verschrottet. Die Malteser bekamen eine millionenschwere Euro-Summe als Abfindung für die Auflösung des Betreuungsvertrags. Bund der Steuerzahler und die Landtagsabgeordnete Britta Oellers (CDU) verlangten Aufklärung. Die Malteser als Betreiber der Einrichtung waren in die Kritik geraten, weil ein Teil des neu gekauften Inventars — Betten, Spinde, Matratzen — im Müll entsorgt worden war. Die Bezirksregierung war um eine Stellungnahme gebeten worden. Diese steht bis heute noch aus,

Britta Oellers will Licht in den Fall bringen und dafür sorgen, dass das Thema auf Landesebene auf den Tisch kommt. Sie hatte die Malteser angeschrieben, für Dezember ist ein Gesprächstermin vereinbart. Sie verstehe, dass es Lagerprobleme gegeben habe. Aber sie habe kein Verständnis dafür, dass neue Sachen weggeschmissen würden. Vielleicht hätte die Caritas oder ein anderer Verband Bedarf an den Betten gehabt. Schließlich handele es sich letztlich um Steuergelder, da müsse man sensibler mit dem Thema umgehen. hb