TönisVorst um 8 : Kampf gegen die Zeitdiebe

TönisVorst um 8 : Kampf gegen die Zeitdiebe

Wirtschaftsförderung und Sparkasse Krefeld hatten zu „TönisVorst um 8“ ins Vorster Kulturcafé Papperlapapp eingeladen.

Etliche neue Gesichter waren am Mittwoch bei „TönisVorst um 8“ im Kulturcafé Papperlapapp zu sehen. So stellte sich Frank Zimmermann vor, kaufmännischer Leiter, von Abbelen. Ebenso Frank Hühren, Geschäftsführer von Priva am Tackweg, deutsche Tochter des niederländischen Unternehmens für Gebäudeautomation und Digitalisierung. Im Rathaus an der Bahnstraße hat sie in Verbindung mit der Lebenshilfe bereits ihre Fotos ausgestellt, aber beim Frühstück von städtischer Wirtschaftsfördererung und Sparkasse Krefeld war sie das erste Mal dabei: Die Fotografin Ines Schaefer hat auf dem Gelände vom „Mayswerk“ ein eigenes Fotostudio Für Unternehmen bietet sie „Personal Branding“ an. Aber auch einer, der in vielen Gremien präsent ist, war zum ersten Mal gekommen: Landwirt Peter
Joppen.

Werbering will die Kundenkarte TöVo-Card reaktivieren

Mit Heike Werner und Andrea Hermes waren gleich zwei Vertreterinnen des neuen Vorstandes des Werberings St. Tönis nach Vorst gekommen. Sie nutzten die Gelegenheit, noch mal zum großen Netzwerk-Treffen für Vereine, Organisationen und Parteien am Dienstag um 19 Uhr im Ratssaal einzuladen. Außerdem warben sie zusammen mit Frank Litzkow vom Unternehmen Syrcon für die Renaissance der Kundenkarte TöVo-Card. Der Werbering ist weit und breit der einzige, der eine solche City-Card anbietet (Heinsberg ist die nächste Stadt). Das Ganze war ein wenig eingeschlafen. Nur noch vier Geschäfte machen zur Zeit mit. Die alte Chipkarte ist aber jetzt auf QR-Code umgestellt, der von einem Smartphone eingelesen wird.

Und Hans Joachim Kremser, den meisten als SPD-Ratsherr bekannt, wurde für den Kreis Viersen in den Vorstand des Vereins Metropolregion Rheinland wiedergewählt. Er bot an, einmal eine der beiden Geschäftsführerinnen mitzubringen und Idee und Projekte der Metropolregion Rheinland vorzustellen. Zum ersten Mal dabei war auch Kommunikationsexpertin Kerstin Hoffmann („PR-Doktor“). Sie hält oft selber Vorträge, in Vorst konnte sie sich entspannt zurücklehnen. Den Impulsvortrag hielt Marketing- und Social-Media-Managerin Heike Filipczyk von der Pro M factory.

Und da ihr Thema Zeitmanagement hieß, hielt sich Heike Filipczyk auch nicht lange mit Vorreden auf und führte direkt ins Thema ein. Die vielbeschwornenen Zeitdiebe können Arbeiten ohne Planung, mangelnde Selbstdisziplin, fehlende Zielsetzung, ein übervoller Terminkalender, aber auch ein überhäufter Schreibtisch sein oder einfach, nicht nein sagen zu können. Wenn ihre Zuhörer nur die Tipps, sich Ziele zu setzen und den Tagesablauf zielgerichtet zu planen, merken, hat sich der Vortrag schon gelohnt. Im Schnelldurchlauf ging es dann durch zwölf Methoden für erfolgreiches Zeitmanagement, die Fachliteratur gibt da viele plakative Namen her. Wenn man all die verschiedenen Systeme wie die Eisenhower-Matrix, die 10-10-10-Methode, High Value Activities, die 60-60-30-Methode, das Pomodoro-Prinzip oder „Eat the frog“ ausprobieren will, braucht man allein dafür ein gutes Zeitmanagement. Oder man erwärmt sich wie die Referentin für die Kür, eine
„Not-to-do-Liste“.

Das Frauen-Team vom Café Papperlapapp hatte wieder ein köstliches Frühstücksbuffet vorbereitet. Auch dort stimmte das Zeitmanagement, wenn es darum ging, gebrauchtes Geschirr abzuräumen oder leere Kaffeekannen zu ersetzen. Über fünf Jahre läuft diese Veranstaltungsform von Wirtschaftsförderer Markus Hergett, die von Anfang an auf großes Interesse stieß. So war auch Bürgermeister Thomas Goßen sichtlich zufrieden, als er wieder „ein volles Haus“ begrüßen konnte. Er selber frühstückte französisch – mit Kaffee, einem Croissant und ein wenig
Marmelade. hb

Mehr von Westdeutsche Zeitung