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JVA Willich II: Strom aus rund 60 Solarmodulen versorgt den Offenen Vollzug

JVA Willich II : Gefägnis produziert  jetzt Strom selbst

(Red) 60 hocheffiziente Photovoltaik-Module, jeweils 1,5 Quadratmeter groß, glänzen im Sonnenlicht auf dem Satteldach der offenen Vollzugsanstalt JVA Willich II, die außerhalb der Anstaltsmauern der benachbarten, geschlossenen Schwesteranstalt I liegt.

Sie sind Teil der neuen Photovoltaikanlage, die der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) gebaut hat. Durch ihren hohen Wirkungsgrad soll die Anlage mehr als 19 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren.

Großteil der Energie wird
direkt vor Ort genutzt

Ein Großteil der umweltfreundlich erzeugten Energie wird zukünftig direkt vor Ort genutzt. Zum Vergleich: Der Photovoltaik-Strom der Anlage würde genügen, um rund fünf Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. „Ich freue mich sehr, dass die Justizvollzugsanstalt Willich II an der ökologischen Neuausrichtung der Landesbehörden teilhaben darf“, sagt JVA-Leiter Marek Świtkiewicz. „In Zeiten des Klimawandels ist es ein wichtiger Beitrag, den ich sehr begrüße. Darüber hinaus bekomme ich positive Rückmeldungen meiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die von der ansprechenden Optik des Projekts angetan sind.“

Mit der Anlage in Willich setzt der BLB den Photovoltaikausbau in der Region weiter fort. „Seit Oktober 2020 wurden bereits acht Photovoltaikanlagen auf Liegenschaften der Duisburger Niederlassung des BLB NRW errichtet, am Niederrhein zum Beispiel auf dem Finanzamt Kleve“, berichtet Armin Lövenich, Niederlassungsleiter in Duisburg. „Weitere Inbetriebnahmen von Anlagen werden noch bis zum Jahresende erwartet. Diese werden zum Teil sogar noch wesentlich mehr Strom als die Anlage in Willich produzieren.“ Das Energieprojekt in Willich ist ein regionaler Baustein der Solar-Initiative der Landesregierung. Das Landeskabinett hat beschlossen, die Zahl der Anlagen auf landeseigenen Liegenschaften wie Finanzämtern, Justizbehörden, Gefängnissen oder Polizeiwachen deutlich zu steigern, um das Ziel der klimaneutralen Landesverwaltung bis zumJahr 2030 zu erreichen. Am Niederrhein etwa werden aktuell weitere Anlagen in Geldern und Viersen geplant.

(RP)