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Judo-Club: Showkämpfe zum 50. Geburtstag

Judo-Club: Showkämpfe zum 50. Geburtstag

Der Judo-Club in Schiefbahn bot einen Einblick in die asiatische Kultur.

Schiefbahn. Zum 50. Geburtstag des Judo-Clubs Schiefbahn hatte sich der Vorstand etwas Besonderes ausgedacht: einen Tag der asiatischen Kultur. Die Gäste erwartete in der Kulturhalle Thai-Massagen, Informationen zu Kampfsportartikeln und Vorführungen der einzelnen Kampfsportarten.

Viele Mitglieder des Clubs waren gekommen, um gemeinsam das Jubiläum zu feiern. „So kommen die einzelnen Abteilungen einmal zusammen und lernen sich kennen“, sagte Vorsitzender Werner Fleischmann.

Auf der Bühne der Kulturhalle bekamen die Zuschauer Vorführungen der verschiedenen Kampfsportarten geboten. So präsentierte zu ruhiger, asiatischer Musik die Tai-Chi-Gruppe um Trainerin Qi Xiu Wang ihr Können. Mit Fächern, Säbeln oder Schwertern führte sie ihre Figuren aus, die aus langsamen Bewegungen bestanden.

Statt Action besitzt Tai Chi eher einen meditativen Charakter. „Wenn Sie das überstanden haben, dann werden sie jetzt belohnt“, sagte Fleischmann scherzhaft.

Er hatte nicht zu viel versprochen, denn im Anschluss an die Tai-Chi-Vorführung folgten Showkämpfe im Taekwondo, das zu den beliebtesten Kampfsportarten gehört. Melina und Sascha Müllers sowie Steffen und Simon Herrmanns traten hierfür im Vollkontakt gegeneinander an.

„Es geht darum, Punkte zu sammeln, indem man die Weste des Gegners trifft“, erklärte Pius Müllejans, der bei den Kämpfen die Rolle des Schiedsrichters übernommen hatte.

Ganz im Gegensatz zum Tai Chi boten die Kämpfer den Zuschauern mit schnellen Schlägen, Tritten oder Drehungen Action im Überfluss. „Alle vier Kämpfer gehören dem NRW-Landeskader an und haben Erfolge auf Landes- oder Bundesebene vorzuweisen“, sagte Judo-Club-Mitglied Bernd Müllers.

Neben den Showkämpfen konnten Interessierte auf einem Mattenfeld in der Mitte der Halle selbst einfache Techniken ausprobieren. Hier tummelten sich vor allem leidenschaftliche Kampfsportler der Bambini-Gruppe des Judo-Clubs.

„Wir wollten unseren Gästen etwas aus dem Bereich des Asiatischen und der Jugendarbeit bieten“, sagte Fleischmann. Deshalb gab es am Rand der Halle Stände mit Infos zu Kampfsportartikeln und dem Angebot des Clubs (siehe Infokasten) sowie Thai-Massagen.

Auch die Streetworker des Jugendamts der Stadt Willich waren anwesend. „Weit über die Hälfte unserer 350 Mitglieder sind Jugendliche“, sagte Werner Fleischmann. Und Bernd Müllers betonte: „Die Jugendarbeit liegt uns sehr am Herzen“.

Die Kinder lernen durch den Kampfsport diszipliniertes Auftreten, ein Auge für ihre Mitmenschen und Fairness. „Außerdem können sie sich weiterentwickeln und ihre Beweglichkeit und Koordination fördern“, erklärte Bernd Müllers.

Wer möchte, kann auch an Wettkämpfen teilnehmen, doch das ist keine Pflicht. Werner Fleischmann sagte: „Wir sind kein leistungsorientierter Verein“. Eine kleine Gruppe erfolgreicher Wettkämpfer gibt es, insbesondere im Bereich des Taekwondo. Aber Fleischmann betonte: „Der Spaß steht im Vordergrund.“