Stadtgeflüster Eselgeschrei und Riesenpfützen

Willich/Tönisvorst. · Iaaaahh – im Stadtgeflüster aus Willich und Tönisvorst wird’s heute laut. Und nasse Füße gibt es auch. Zudem wird mehrfach gespendet.

Die Esel auf der Dickerheide begrüßen den Fotografen lautstark, die Alpakas halten sich dezent im Hintergrund.

Die Esel auf der Dickerheide begrüßen den Fotografen lautstark, die Alpakas halten sich dezent im Hintergrund.

Foto: Lübke, Kurt (kul)

Der Stadtflüsterer war in der vergangenen Woche im Auto in Willich unterwegs. An einer Weide an der Schiefbahner Straße musste er einfach anhalten, um die süßen Esel, die da unter Obstbäumen ein Schattenplätzchen gesucht hatten, zu fotografieren. Also kurzerhand in die Dickerheide gesteuert, an die Seite gefahren, Wagen geparkt, ausgestiegen, Kamera gezückt und über den Weidenzaun geschaut. In dem Moment trabten die Esel, gefolgt von ein paar Alpakas, mit einem ohrenbetäubenden Iaaaaahh auf ihn zu, so laut, dass sich der Stadtflüsterer kurz mit dem Gedanken „Fahrerflucht“ beschäftigte. Dann aber gaben die Esel Ruh’ und ließen sich fotografieren.

Riesenpfütze auf dem Parkplatz am Sport- und Freizeitzentrum

Zu Willichs Seenlandschaft zählt die Riesenpfütze auf dem Parkplatz vor dem Sport- und Freizeitzentrum in Willich noch nicht, aber Teichgröße hatte sie in der vergangenen Woche schon erreicht. Und dabei hatte es noch nicht einmal ausdauernd geregnet. Um die Wagen zu erreichen, bieten sich Gummistiefel an.

Auszeichnung für das
Seniorenhaus Moosheide

Das Willicher DRK-Seniorenhaus Moosheide bietet Senioren eine sehr gute Lebensqualität – das hat das unabhängige Verbrauchermagazin „Guter Rat“ festgestellt. Die monatlich erscheinende Zeitschrift, die 1945 gegründet wurde, hat sich die Frage gestellt, wo Senioren in deutschen Pflegeeinrichtungen unter guten Bedingungen altern können. Unter 12 000 Pflegeeinrichtungen wurden die besten 1000 Seniorenhäuser ermittelt – darunter das Seniorenhaus Moosheide. Den Fokus legte das Magazin auf Kriterien, welche Lebensqualität, Teilhabe und Autonomie der Bewohner im Alltag bestimmen. Unter die geprüften Kategorien fallen das Wohlbefinden, die Heimausstattung, Ernährungsmöglichkeiten oder auch Freizeitangebote. „Die Auszeichnung erkennt unsere Bemühungen an, den Alltag unserer Bewohner lebenswert zu gestalten und ist als Bestätigung der geduldigen und liebevollen Arbeit für unsere Bewohner zu sehen“, so die Willicher Sozialkoordinatorin Svenja Becker. „Sie motiviert alle Kollegen, sich weiter für das würdevolle Miteinander einzusetzen.“

Im Winter auf Trainingszeiten
in Düsseldorf angewiesen

Beim 30. Stadtschulsportfest in Willich hat der Stadtflüsterer Klaus Schade getroffen, der sich den Leichtathletik-Wettkampf auf der Anlage des Sport- und Freizeitzentrums angesehen hat. Er lobte ausdrücklich die Situation, dass die Willicher Vereine die Sportstätten in der Stadt umsonst nutzen können. Andernorts ist das längst nicht mehr selbstverständlich. „Das kann man nicht genug loben“, meinte Schade. Nur ein länger gehegter Wunsch, der er schon mehrfach vorgetragen hat, ist noch unerfüllt. „Im Winter fehlen uns ausgerechnet vor unseren Hallenmeisterschaften am 2. Januar Trainingsmöglichkeiten, weil der Platz hier geschlossen wird.“ Dabei könne man ohne Aufwand für einen Hausmeister, der freie Tage natürlich verdient habe, den Platz freigeben. „Wir fahren jetzt in der Vorbereitung zum Trainieren nach Düsseldorf.“ Ein Heimspiel wäre viel schöner.

Fitness aus
der Babytasche

„Das ist eine tolle Ergänzung für unser Angebot.“ Dieter Lambertz, der Zweite Vorsitzende des Kinderschutzbundes Willich, freute sich sehr über diese Unterstützung: Künftig wird in jeder „Willkommenstasche“, die der Kinderschutzbund zu jungen Eltern mit einem Neugeborenen bringt, auch ein Trainingsgutschein des Willicher Fitness- und Gesundheitsstudios Halle 22 liegen. Wichtig ist Thomas Mathes (Prokurist Halle 22), dass dieser Gutschein für beide Elternteile gilt: Mutter und Vater dürfen jeweils ein dreimonatiges Kennenlern-Training in der Halle 22 machen. Auch die Nutzung der Saunen und Entspannungsangebote sowie ist enthalten – was junge Eltern ja durchaus gebrauchen können. Während sie trainieren, kann Junior im Kinderhort der Halle 22 betreut werden. Somit hat jeder Gutschein einen Gesamtwert von rund 500 Euro – für den Säugling gibt es dazu einen Baby-Body als Geschenk.

Symphoniker proben
in St. Tönis

Die Bayer-Symphoniker Krefeld-Uerdingen werden im Oktober ihren Probenraum von Uerdingen nach St. Tönis verlegen. Grund dafür ist, dass der Eigentümer 2017 die Beendigung der Nutzung des auf dem Gelände des Chemparks gelegenen Raumes angekündigt hatte. Seitdem wurden rund 40 Personen und Institutionen in Krefeld wegen eines neuen Probenraumes angesprochen – allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Die Wahl fiel daher auf das Vereinsheim des Akkordeonorchesters im benachbarten St. Tönis. Den Bayer-Symphonikern mit ihren rund 80 Musikern werden optimale Bedingungen angeboten: Es gibt eine ausgezeichnete Akustik in dem mehr als 200 Quadratmeter großen Raum, eine Garantie zur Nutzung an allen benötigten Freitagen, die Durchführung von Probenwochenenden, die Nutzung von Nebenräumen für Noten und Instrumente und die Nutzung der Cafeteria im Anschluss an die musikalischer Arbeit. Der Vorstand der Krefelder Bayer-Symphoniker ist dem Vorstand des Akkordeonorchesters für das Angebot und die sehr entgegenkommenden Gespräche sowie für die Möglichkeit, drei „Proben zur Probe“ durchführen zu können, sehr dankbar. Klaus Elfes, Vorstandsmitglied der Bayer-Symphoniker: „Wir sind erleichtert, dass wir durch das Angebot des Akkordeonorchesters unsere Probenarbeit nahtlos weiterführen können.“ Sitz des Orchesters ist weiterhin Uerdingen, gemeinsame musikalische Projekte mit dem Akkordeonorchester befinden sich im Stadium der Vorüberlegungen. Das Orchester spielt zweimal im Jahr im Krefelder Seidenweberhaus vor bis zu 800 Zuhörern, außerdem werden Gastkonzerte außerhalb von Krefeld gegeben.

Rolling Stones treten
in Willich auf

Wir kommen zu einem Orchester der ganz anderen Art: Die Rolling Stones No. 1 Tribute Band tritt am Samstag, 6. Oktober, im neuen Saal Krücken in Willich auf. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn um 20.30 Uhr. Als „Support Act“ gibt es eine Black-Brothers-Show mit Jochen Contzen und Bernhard Hahlen. Tickets: 15 Euro. Es gibt sie bei Erren und bei Krücken. Verraten sei an dieser Stelle auch, dass das legendäre jährliche Black-Brothers-Konzert im Kaisersaal am 24. November bei Krücken eine Wiedergeburt erleben dürfte. Mehr dazu flüstern wir später mal.

Kunden haben mehr als
20 000 Euro gespendet

Die St. Töniser Real-Marktkunden können seit 2012 ihr Flaschenpfand für action medeor spenden. Dabei kamen insgesamt 20 055,13 Euro zusammen. „Wir sind sehr stolz, dass unserer Kunden so oft ihre Pfandbons für die weltweite Medikamentenhilfe von action medeor spenden“, sagt Karl-Josef Janssen, Geschäftsführer des Real-Marktes in St. Tönis. Initiiert wurde die Pfandaktion vor sechs Jahren von den Auszubildenden von action medeor und wird bis heute von ihnen auch betreut. Geschäftsführer Karl-Josef Janssen überreicht Dr. Angela Zeithammer von action medeor den Scheck.

Maik Giesen schon beim
neuen Fraktionsvorsitzenden

Zum Schluss noch dies: Maik Giesen aus Tönisvorst hat in Berlin den neuen CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus getroffen. Giesen, Kreis- und Bezirksvorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung, war mit dem CDU-Bezirk Niederrhein in der Hauptstadt zu Gast. Brinkhaus habe sich für die Unterstützung bei seiner Wahl bedankt und wolle bald an den Niederrhein kommen, berichtet Giesen.

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