Willich : Immer wieder neue Sportarten

Bei „Kids in Action“ gingen die Willicher Vereine auf Nachwuchssuche.

Willich. Das Format „Kids in Action“, eine Initiative des Kreis-Sportbundes, des Stadtsportverbands und der Sportvereine vor Ort, hat bereits in anderen Kommunen stattgefunden. In der Jakob-Frantzen-Halle ging es darum, Kinder im Grundschulalter für Sportangebote zu begeistern. Das gelang Gregor Kolewski vom Kreis-Sportbund zog am späten Nachmittag eine positive Bilanz: „180 Kinder haben von den vielen Angeboten Gebrauch gemacht, damit können wir sehr zufrieden sein.“

Es war naheliegend, dass auch der DJK/VfL Willich mit von der Partie war. Der Vorsitzende Helmut Frantzen erklärte: „Wir stellen die Halle und das Gelände zur Verfügung.“ Ob er sich von Aktionen wie dieser neue Mitglieder erhoffe? „Es ist eigentlich schon Sinn der Sache, durch Kids in Action mehr Kinder im Grundschulalter für den Verein zu begeistern.“

Eine erdrückende Konkurrenz sieht Frantzen in den privaten Mitbewerbern wie der „Halle 22“ nicht: „Die Mitgliederzahlen meines Vereins — sie liegen seit Jahren zwischen 2400 und 2500 — sprechen eine deutliche Sprache.“ Damit der DjK/VfL auch in Zukunft attraktiv bleibt, werden immer wieder neue Sportarten ins Programm aufgenommen. Helmut Frantzen nennt ein konkretes Beispiel: „Wir wollen das Bogenschießen einführen. Bereits am Samstag soll es ein erstes Angebot geben, und zwar um 15 Uhr auf dem Bolzplatz an der Schwimmbadwiese.“

Wie sehr das Bogenschießen begeistert, wurde bereits am Samstag deutlich: Bei Steffen Schicht vom TV Schiefbahn standen die jungen Teilnehmer Schlange.

Sport macht den Kindern immer noch unheimlich viel Spaß, das wurde am Samstag in der Jakob-Frantzen-Halle hundertfach deutlich. Selbst das Geräteturnen begeisterte genügend Kids und die Integrative Gruppe des TV Schiefbahn war putzmunter. „Ja zu Integration und Toleranz“, stand auf den T-Shirts der Trainer. Es gelang sogar, Jungs dazu zu bringen, Hosen mit Pailletten anzuziehen — und unter Anleitung Zumba zu tanzen.

Die Sportvereine hatten immer darüber geklagt, dass durch den Ganztag an den Schulen für den Vereinssport kaum noch Zeit bliebe. Jetzt steht zu erwarten, dass die Gymnasien von G 8 zu G 9 wechseln werden. Helmut Frantzen sieht dadurch jedoch keinen Rückenwind für die Vereine: „Die Schulen haben sich an den Ganztag gewöhnt. Außerdem dauert es, bis G 9 umgesetzt wird.“

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