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„Headhunter“ soll Nachfolger für Martina Stall finden

„Headhunter“ soll Nachfolger für Martina Stall finden

Die langjährige Technische Beigeordnete der Stadt Willich geht im November in den Ruhestand.

Willich. Im November geht in der Willicher Stadtverwaltung eine Ära zu Ende: Martina Stall geht in den Ruhestand. Seit Mitte der 1990er Jahre ist sie Technische Beigeordnete der Stadt Willich, zweimal (2002 und 2010) wurde ihr Vertrag vom Stadtrat jeweils um acht Jahre verlängert. „Sie ist eine erstklassige Fachkraft“, hatte bei ihrer letzten Wiederwahl der damalige CDU-Fraktionsvorsitzende Ralf-Hasso Sagner gelobt.

Auch wenn Martina Stall nie bemüht darum war, „Everybody’s Darling“ zu sein, war ihre fachliche Qualität meist unbestritten. Wie schwer es sein wird, für sie eine entsprechende Nachfolgerin (oder einen Nachfolger) zu finden, hatte Bürgermeister Josef Heyes schon Anfang Januar im WZ-Interview erklärt. „Die Suche muss man sehr frühzeitig einleiten, denn bis Mitte des Jahres muss die Stelle ausgeschrieben werden“, erklärte er damals.

Nun ist es schon fast Mai, aber eine erfolgreiche Suche nach einem Nachfolger scheint es noch nicht gegeben zu haben. Weshalb sich die Politik im sogenannten Ältestenrat darauf verständigt hat, einen erfahrenen „Headhunter“ einzukaufen: Für eine Summe von 70 000 bis 100 000 Euro soll dieser Personalberater im Rahmen einer Vorauswahl auf die „Jagd“ nach qualifizierten Bewerbern gehen. Parallel dazu soll er die öffentliche Ausschreibung vorbereiten, da diese nach der nordrhein-westfälischen Gemeindeordnung vorgeschrieben ist.

Der Stadtrat wird sich in seiner Sitzung am 2. Mai mit diesem vorbereiteten Verfahrensvorschlag beschäftigen. Und er muss dann auch seine Einwilligung für die überplanmäßige Mittelbereitstellung geben. Nicht zuletzt muss er die Verwaltung beauftragen, kurzfristig Angebote von zwei bis drei geeigneten Personalberatungen einzuholen und nach Abstimmung im Ältestenrat den Auftrag zu vergeben. Eile ist geboten: Bewerbungen für die Stelle „Techn. Beigeordnete/r“ werden bis zum 16. Mai erbeten.

Die Wahlzeit ab 1. Januar 2019 beträgt acht Jahre. Von den Bewerbern erwartet wird ein Diplom- oder Masterstudium an einer Universität oder Hochschule in einer geeigneten Fachrichtung (etwa Städtebau, Architektur) und mehrjährige Berufserfahrung in Führungspositionen.

„Wir erwarten eine Persönlichkeit, die sich durch unternehmerisches Denken, hohe Belastungs- und Leistungsbereitschaft, Innovationsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen sowie Kommunikations- und Verhandlungsgeschick auszeichnet“, heißt es weiter im Ausschreibungs-Entwurf. Auch eine Weiterentwicklung der Leitidee „Nachhaltige Stadt“ und die ökologische Aufwertung der innerstädtischen Bereiche werden gewünscht.