Grundschule Vorst: Standort des gemeinsamen Lernens

Grundschule Vorst: Standort des gemeinsamen Lernens

Platzvergabe für OGS und Personal waren weitere Themen im Tönisvorster Schulauschuss.

Tönisvorst. Nur fünf Kilometer liegen zwischen ihrer bisherigen Wirkungsstätte als Schulleiterin und dem Standort ihres neuen Rektoren-Schreibtischs: Silvia Specker-Mattißen hat ihr Büro in der GGS Vorst am Amselweg geräumt und ist zur Gemeinschaftsgrundschule Corneliusstraße gewechselt (WZ berichtete). Dieser personelle und räumliche Wechsel ist nun auch offiziell vollzogen.

Foto: kul

Specker-Mattißen tritt damit die Nachfolge von Ulrike Dau an, die bis zu der Schließung die GGS Kirchenfeld geführt und danach viele Jahre die Schule an der Corneliusstraße geleitet hatte. Zuletzt hatte Konrektorin Anke Jühe die Schule kommissarisch geführt.

Im Schulausschuss gab es für Specker-Mattißen nicht nur die Glückwünsche von Bürgermeister Thomas Goßen und der Mitglieder des Fachgremiums unter Vorsitz von Angelika Hamacher, sondern auch Blumen: weiße Rosen und blaue Hyazinthen zum Start.

Ende Januar war Specker-Mattißen von den Vorstern verabschiedet worden. Zwei Tage später hießen sie ihrerseits Andrea Hendricks als stellvertretende Schulleiterin willkommen.

Bleiben wir in Vorst: Auch wenn es im Kollegium kritische Stimmen gibt, weil etwa Skepsis herrscht, dass die personelle Ausstattung für künftige Förder-Aufgaben nicht ausreichen könnte, wird die GGS Vorst offiziell zum Standort des gemeinsamen Lernens benannt. Der Schulausschuss stimmte der Anfrage des Kreises Viersen einstimmig zu. Schulrat Thomas Mohr hatte in der Sitzung betont, dass die Schule bereits eine Zwölf-Stunden-Stelle „Sonderpädagogik“ pro Woche in ihren Reihen habe — mit den Schwerpunkten Sprache, Lernen und sozial-emotionale Förderung.

Bisher sei noch kein Kind in Vorst eingeschult, das einer ausgewiesenen sonderpädagogischen Betreuung bedürfe. Mohr: „Sollte der Bedarf aber eintreten, wäre der Start fließend.“ Reiche eine halbe Stelle künftig nicht mehr aus, werde aufgestockt, so Mohr.

Zwölf Stunden für vier Jahrgänge — quasi drei Stunden pro Woche für jeden Zug: Elisabeth Schwarz (Grüne) kommentierte die sonderpädagogische Unterstützung mit: „Sehr wenig“.

Bedenken wegen der Räumlichkeiten in Vorst, die unter Umständen für Kinder, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, nicht praktikabel wären, zerstreute Mohr: Man könne dann in Abwägung baulicher Veränderungen überlegen, ob nicht eine andere Schule das Kind aufnehme könne.

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