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Glasfaser: Auch am Maysweg gibt es das schnelle Netz

Glasfaser: Auch am Maysweg gibt es das schnelle Netz

Im Juni soll der Bau der Datenautobahn beginnen. 90 Prozent aller Tönisvorster Gewerbeflächen werden versorgt.

Tönisvorst. Die Tönisvorster Gewerbegebiete bekommen ab Juni einen Autobahnanschluss. Allerdings nicht für Fahrzeuge: Die Rede ist vielmehr von der Datenautobahn, für deren Bau die Deutsche Glasfaser sorgt. Bürgermeister Thomas Goßen sowie Wirtschaftsförderer Markus Hergett stellten gestern mit Marcus Klein und Mehmed Gül als Vertreter des Unternehmens die aktuellen Pläne vor.

Im September 2017 hatte bei den örtlichen Firmen die sogenannte Nachfragebündelung begonnen. Schnell stand fest, dass es im Bereich Tempelshof und Höhenhöfe genügend Interessenten für einen Glasfaseranschluss gibt. Insgesamt zwölf Verträge wurden dort abgeschlossen. Das war genug, um den Ausbau zu finanzieren.

Mittlerweile haben weitere sechs Firmen aus dem Bereich Maysweg/Industriestraße einen Vertrag unterzeichnet. Auch dort kann deshalb mit dem Netzausbau begonnen werden. Laut Mehmed Gül, Geschäftskundenberater der Deutschen Glasfaser Business, sollen sämtliche Arbeiten bis zum Spätsommer abgeschlossen sein.

Die Leitungen sollen im „Spülbohrverfahren“ durchgeführt werden. Das ist zwar etwas teurer, aber Straßen und Gehwege müssen nur an wenigen Stellen aufgerissen werden. Die Glasfaserleitung kommt aus Willich, denn dort ist der Ausbau schon abgeschlossen.

Nach Auskunft von Bereichsleiter Marcus Klein können auch Unternehmen, die bisher noch nicht mitmachen, noch einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser unterzeichnen. Sonderkonditionen wie bisher gebe es aber nicht mehr, wenn der Ausbau abgeschlossen sei.

Klein hebt gleichzeitig hervor, dass man kein neues Netzmonopol schaffen wolle: Die verlegten Glasfaserleitungen werden auch anderen Anbietern zur Verfügung gestellt. So würden auch fünf Standorte von Mobilfunkbetreibern mit den digitalen Datenanschlüssen versorgt.

Wie Thomas Goßen betont, unterstützt die Stadt nicht die Firma Deutsche Glasfaser, sondern den zukunftsfähigen Ausbau dieser Technologie. Nach dessen Abschluss, so Hergett, sind 160 Hektar und damit knapp 90 Prozent der städtischen Gewerbeflächen mit Glasfaser versorgt.