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Gaben-Beutel am Wunschzaun: Willicher helfen Bedürftigen

Die gute Tat : Gaben-Beutel am Wunschzaun: Willicher helfen Bedürftigen

Idee für Initiative von Petra van der Kooy bald in allen Stadtteilen.

Sie sind zwar nicht so schön wie die Wunschbäume, die man aus der Vorweihnachtszeit kennt, aber sie haben dieselbe Wirkung: Sie stellen eine Verbindung dar zwischen Menschen, die helfen wollen, und Menschen, die sich über Hilfe und Aufmerksamkeiten freuen. Die Rede ist von den Willicher Wunsch- und Gaben-Zäunen, die bald in allen Stadtteilen stehen sollen: Seit dem 27. März gibt es die Installation der guten Tat in Alt-Willich vor der Stadtschmiede an der Bahnstraße, seit einigen Tagen im Innenhof des Neersener Pfarrzentrums und ab Freitag in Anrath vor der Sparkasse. Ein Standort in Schiefbahn ist in Planung. Ab Samstag steht außerdem ein Gabenzaun an der Moschee in Willich.

Wunschzaun, was ist das? Es handelt sich um Baustellenzäune, an die gespendete Dinge angehängt werden. Bedürftige können sich die gefüllten Tüten vom Zaun nehmen. Die Idee für Willich geht auf Petra van der Kooy zurück. Sie hat die Idee einer Freundin aus Düsseldorf adaptiert und mit Hilfe von Freunden und Mitstreitern wie Beate Krempe, Christian Pakusch, Markus Titgens-Himmeloder und anderen für Willich angestoßen. Auch der Erste Beigeordnete, Willy Kerbusch, unterstützt die Aktion. Die Firma Klartext stellt die Bauzäune zur Verfügung.

Petra van der Kooy: „Ich wollte etwas tun, als ich hörte, dass die Versorgung von Bedürftigen zum Beispiel über die Tafel schwieriger wird.“ Grundnahrungsmittel, Obst und Gemüse sollen in die Tüten, vielleicht die ein oder andere Sache, die Freude bereitet. Van der Kooy ist überwältigt von der Hilfs- und Spendenbereitschaft. Und appelliert an die Adressaten: „Die Leute brauchen sich nicht zu schämen, etwas vom Wunschbaum zu nehmen. Dafür sind sie da.“

Lob zollt sie beispielsweise den St. Sebastianus-Schützen, die sich engagieren. Neben vielen anderen. Markus Titgens-Himmel sieht in dem Gaben- und Wunschzaun die Möglichkeit der Solidarität: „Gemeinsam durch die Krise!“

In Neersen ist der „Freundeskreis Castello“ in Sachen Wunschzaun aktiv. Gastronomin Rosa Buono vom Castello und Pfarrer Jürgen Lenzen freuen sich über die gelebte Solidarität der „rund 15 Bestücker“.