Frischemarkt mit Autoschau: Schals, Schnittchen und alte Schlitten

Frischemarkt mit Autoschau: Schals, Schnittchen und alte Schlitten

Frischemarkt und Autoschau lockten in die St. Töniser Innenstadt.

St.Tönis. Die Früchte der hiesigen Ernte probieren und kaufen und sich auch gleich schon für den Winter einkleiden, das ging Sonntag in der St. Töniser Innenstadt. Passend dazu gab es gleich noch neue Winterreifen — mit oder ohne Auto. Dass beim verkaufsoffenen Sonntag so viele Autos gegen jegliche Verkehrsregeln kreuz und quer und meist falsch auf der Krefelder Straße und der Fußgängerzone standen, geriet nicht zur Freude der Politessen: Es geschah mit Genehmigung.

Foto: Lübke

Die hiesige Geschäftswelt hatte zum Frischemarkt mit Autoschau geladen. Schon früh war ein Durchkommen in der Innenstadt schwierig. Die einen wollten sich neue Autos anschauen, andere auf der Krefelder Straße die letzten Zutaten für das sonntägliche Mahl einkaufen, wieder andere auf dem Rathausplatz etwas Kurzweil suchen, sich in eines der vielen Cafés setzen und bei Kuchen, Kaffee oder Schnittchen den Gesprächen der vielen Passanten lauschen.

„Hast du schon ein schönes Auto entdeckt?“, fragte da eine Mutter ihre kleine Tochter. Sie selbst hatte dabei ein rotes Cabriolet im Blick. Doch der Tochter fiel nur der alte amerikanische Chevy Bel Air auf. Grün, riesig und mit weißem Dach — ein Oldtimer aus den 60ern.

Andere Marktbesucher hatten eher etwas mit uramerikanischem Schwermetall im Sinne. Denn ein großer Stand mit allerlei Accessoires rund um Harley Davidson und auch einigen echten Motorrädern war ein Blickfang. Mit Zweirädern anderer Art — mal mit E-Motor, mal ohne — wurde die Fahrzeugschau abgerundet.

Dann war da noch die Kleidung: die Herbst- und Winterkollektionen für Sie und Ihn und den Nachwuchs. Warme Pullover, Schals und Winterjacken in den Farben der Saison konnte man sich schon für die kommende kalte Jahreszeit aussuchen und auch gleich kaufen. Denn viele Geschäfte schlossen sich dem verkaufsoffenen Sonntag an.

Einen Sockenschuss konnte man sich auf dem Rathausplatz verschaffen. Oder besser drei Sockenschüsse — mit einer großen Fletsche in Körbe — durften Jung und Alt versuchen. Weniger Geschick, dafür aber Ideen und ein kreatives Händchen waren im Kürbis-Paradies gefragt. Denn Kürbisse kann man schließlich nicht nur essen, sondern auch zu bunten, fröhlichen Gesichtern schnitzen. Was viele Kinder gerne taten. bec

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