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Frischemarkt lockt Besucher in die St. Töniser Innenstadt

Verkaufsoffener Sonntag : Viel los beim Frischemarkt

(evs) Das Wetter hatte es zunächst nicht so gut gemeint mit dem Frischemarkt, zu dem die Interessengemeinschaft „St. Tönis erleben“ am Sonntag eingeladen hatte. Doch das schien die Besucher nicht abzuschrecken.

Viele bummelten durch die St. Töniser Fußgängerzone und nutzten den verkaufsoffenen Sonntag, um die eine oder andere Kleinigkeit einzukaufen. Und zwischendurch kam dann auch noch die Sonne raus und hob die gute Stimmung weiter.

Eine schlankere, an die Umstände angepasste Version des Frischemarktes hatte die St. Töniser Interessengemeinschaft mit rund 100 Mitgliedern auf die Beine gestellt, auch um dem coronagebeutelten Einzelhandel noch einmal eine Gelegenheit zu einem verkaufsoffenen Sonntag geben zu können. In enger Abstimmung mit der Stadt war ein Hygienekonzept vereinbart worden. An vier Inseln entlang der Fußgängerzone – Seulenhof, südlicher Teil der Fußgängerzone, Rathausplatz und Antonius-Denkmal – luden diverse Stände zum Einkaufen, Schlemmen oder Mitmachen ein. Wichtig war den Veranstaltern der Bezug zur Region und zum Fest Erntedank, das an diesem Sonntag gefeiert wurde. So bot die Landjugend Tönisvorst am Rathausplatz eine Spiele-Rallye für Kinder an. Von Kürbissen und Kohlköpfen wurde das auf dem Boden ausgebreitete Riesen-Memory vor dem Davonflattern geschützt. Am Stand des Kürbishofs Mertens türmten sich die rundlichen Früchte in ihrer ganzen Vielfalt. Die achtjährige Lina höhlte dort unter Anleitung von Nicole Mertens mit einer kleinen Säge ihren eigenen Kürbis aus.

Im Seulenhof kämpfte Marianne Kramer gegen die Windböen an. Gemeinsam mit einer Bekannten verkaufte sie selbstgestrickte Socken und selbstgemachte Marmelade für den Verein „Enyemaka Ohaneze“ in Nigeria. Dazu gab es Informationen über das neue Ausbildungszentrum, das der Verein in Lagos gerade errichtet. Ein Stück weiter versuchte sich ein junger Vater am Maiskornzählen am Stand der Gemeinschaftsgrundschule St. Tönis. Am Antonius-Denkmal fanden sich ein Informationsstand des Nabu und des Imkervereins Tönisvorst. Philipp Bergmann zeigte dort ein Bienenvolk in einem Schaukasten. Die Tendenz zum Imkern sei steigend, berichtete er. Am Foodtruck am südlichen Ende der Fußgängerzone lockte der Duft von Grünkohleintopf, Sauerkraut und Kürbis-Ingwersuppe.