1. NRW
  2. Kreis Viersen
  3. Willich und Tönisvorst

Stadtgeflüster: Feuerwerk und Glockenklänge

Stadtgeflüster : Feuerwerk und Glockenklänge

Der Stadtflüsterer war beim Schützenfest in Willich, auf der Abschlussparty der Tönisvorster Realschule — und an der Waschstraße.

Willich/Tönisvorst. ASV-Geschäftsführer Hans-Joachim Donath strahlte am Samstag mit der Sonne um die Wette: „Die Eröffnungsveranstaltung des Schützenfestes am Freitag im Konrad-Adenauer-Park war erfolgreicher als die Veranstaltungen in den vergangenen Jahren.“ Sowohl die Besucherzahlen als auch der Getränkeverkauf hätten um rund zehn Prozent zugelegt. Knapp 5000 Besucher seien gekommen. Sie griffen nicht selten zu alkoholfreien Getränken, aber auch die Cocktailbar war ein beliebter Treffpunkt. Wegen möglicher Brandgefahr war alles andere als sicher, ob das Klangfeuerwerk tatsächlich abgefeuert werden konnte. Schließlich gab die Feuerwehr „grünes Licht“ und zeigte Präsenz im Park, für den Fall der Fälle, der zum Glück nicht eintrat. Das Open-air-Konzert mit dem Tambourcorps Germania Willich und dem Musikverein Waldenrath kam beim Publikum sehr gut an — das registrierte erfreut, dass Joachim Kothen neben Protokollchef und Präsident auch Sänger kann: Er verstärkte die Band „Hervshahne“, der er früher angehört hatte. Mehr zum Schützenfest auf Seite 21.

Stadtgeflüster: Feuerwerk und Glockenklänge
Foto: Kurt Lübke

Krachend ist sie zu Ende gegangen, die Ära der Realschule Leonardo da Vinci in Tönisvorst. Was wörtlich zu verstehen ist. Bei der Abschlussparty, an der hunderte ehemalige Schüler und Lehrer teilnahmen, gab es zunächst im Forum Stimmung mit der Band Planet five. Luftballons an den Stehtischen, auf denen die Abschlussjahrgänge zu lesen waren, wiesen den Weg zu ehemaligen Klassenkameraden. Um 22.45 Uhr erlosch das Licht der Straßenlaternen und des Bierpavillons. Ein Gong ertönte und ein Feuerwerk nach der Musik von Carmina Burana, dem Safri Duo („Played-a-Live“) und zum Schluss, passend zur Situation, „The Show Must Go On“ von Queen erleuchtete den Himmel über Tönisvorst. Es war der Höhepunkt des Abends. Das ganze Feuerwerk kann man anschauen unter:

Stadtgeflüster: Feuerwerk und Glockenklänge
Foto: Kurt Lübke

https://youtu.be/_0OHL5lhe4A

Stadtgeflüster: Feuerwerk und Glockenklänge
Foto: Reimann/DLFK/bt

So ganz war aber auch nach der Abschlussparty noch nicht Schluss. Denn vergangene Woche gab es noch die Abschlussfeier der letzten rund 100 Schülerinnen und Schüler. Sie bekamen im feierlichen Rahmen ihre Zeugnisse überreicht. „Ihr wart immer etwas besonderes“, gab ihnen Schulleiterin Monika Ricken mit auf den Weg. Für besondere Leistungen und für besonderes Engagement wurden einige Schüler und Eltern geehrt — so die langjährige Vorsitzende der Schulpflegschaft, Claudia Gerke. Die Präsente an die Schüler überreichte der Förderverein der Realschule. Er beendet heute seine erfolgreiche Tätigkeit auf einer Mitgliederversammlung.

Stadtgeflüster: Feuerwerk und Glockenklänge
Foto: Büro Brockes

Plötzlich ist es da. So ein Geräusch in der St.Töniser Innenstadt rund um den Rathausplatz. Eine zusätzliche Glocke erklingt kurz nach der Kirchturmuhr zu jeder vollen Stunde. Man schaut hoch und stellt fest, dass die Uhr im Rathausturm wieder funktioniert und die Zifferblätter in frischer Farbe strahlen. Und das Gerüst, das seit Spätherbst die Front verdeckte, ist auch weg. Die alte Rathausuhr läuft endlich wieder.

Stadtgeflüster: Feuerwerk und Glockenklänge
Foto: Reimann/DLFK/bt

Herzliche Grüße aus der Willicher Partnerstadt Smiltene hat allen Lesern der WZ der Projektchor „Juli“ mit Chorleiter Wolfgang Brock gesandt. „Es sind stimmungsvolle Tage mit viel Musik und herzlichen Begegnungen mit den Freunden in Smiltene“, schreibt Brock. Gemeinsame Konzerte und die Teilnahme am Sängerfest in Riga würden allen in bester Erinnerung bleiben. Mitgeschickt hat Brock ein Foto, das den Chor Juli und den Chor Pakalni im Kulturhaus in Smiltene zeigt.

Stadtgeflüster: Feuerwerk und Glockenklänge

Wir kommen zu den Geburtstagskindern der Woche — und fangen ausnahmsweise bei der WZ an. Unser ehemaliger Mitarbeiter Heinz Kaspers ist am vergangenen Freitag 90 Jahre alt geworden. Über Jahrzehnte schrieb der Neersener über Politik und Brauchtum in der Stadt Willich. Als er Ende der 1990er Jahre als Geschäftsführer des Krefelder Landgerichts in den Ruhestand ging, beendete er auch seine Mitarbeiterschaft bei der Zeitung. Im Kreis der Familie — zu der auch Tochter Rosemarie Wahlefeld gehört — wurde der runde Geburtstag gefeiert.

Einen runden Geburtstag hatte am Wochenende auch Siggi Thomaßen aus Vorst. Der Präsident der action medeor ist am Samstag 60 Jahre alt geworden. Wir gratulieren beiden ganz herzlich.

Ob es sich um einen Scherz handelte oder ob wirklich jemand die beiden Fahrräder verschenken wollte, wie es das Schild an den Drahteseln mitteilte, ist die Frage. Tatsache ist, beide Räder standen unverschlossen in einem kleinen Stichweg in Anrath und luden zum Mitnehmen ein.

Fahrer von Elektroautos können sich freuen. Am Willicher Schwimmbad De Bütt gibt es jetzt zwei separate Parkplätze für solche Fahrzeuge mit entsprechender Ladestation. Dazu nennt das Schwimmbad direkt daneben einen weiteren Kurzzeit-Parkplatz sein eigen. Wobei das Wörtchen „kurz“ auf dem Hinweisschild nicht definiert ist. Ob es für eine Runde Schwimmen reicht, ist fraglich. Bei Parkplatz Nummer vier, der ebenfalls dazu gekommen ist, handelt es sich hingegen um eine ganz normale Stellfläche. Die Parkflächen-Steigerung reicht aber bei weitem nicht aus, um das Angebot, gerade an warmen Sommertagen, zu decken. Dann reißt der Besucherstrom im Schwimmbad nämlich nicht ab. Allein 4500 Besucher waren so am vergangenen Sonntag in De Bütt.

Der Stadtflüsterer kam mit seinem aktuell nicht sauberen Auto am Donnerstag an einer Waschstraße in Tönisvorst vorbei. Auch um den Wagen zumindest äußerlich sauber werden zu lassen. Und drehte prompt ab. Denn — nur mittwochs gibt es dort laut Eigenreklame die beste Wäsche. Und so blieb der Wagen äußerlich unsauber und zwei Fragen ergaben sich beim Stadtflüsterer. Die eine: Wie erkennt die Waschstraße den Wochentag? Und wäre der Wagen auch an einem Donnerstag sauber geworden?

Eigentlich ist der 20-jährige Christian Koch aus Willich Student des Maschinenbaus in Aachen. Doch vom 28. bis zum 30. Juli hat er Dietmar Brockes in der FDP-Landtagsfraktion vertreten. Anlass: Einmal im Jahr findet der „Jugend-Landtag“ statt. Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren können sich bei einem Abgeordneten bewerben, um diesen im Rahmen eines Planspiels zu vertreten. In diesen drei Tagen konnten die Teilnehmer die Chance ergreifen, den Alltag eines Berufspolitikers kennenzulernen. Drei Tage nahm Christian Koch die Rolle von Dietmar Brockes ein und berichtet: „Es war sehr spannend, die Abläufe in einem Parlament einmal selbst erleben zu können. Besonders die abschließende Debatte in der Plenarsitzung war sehr ereignisreich.“

„Wir können noch nicht anfangen, da wir noch nicht beschlussfähig sind“, wurde der Vorsitzende des Tönisvorster Planungsausschusses, Hans Joachim Kremser (SPD), eingangs darauf aufmerksam gemacht, dass zu dem Zeitpunkt nur sechs Ratsmitglieder und sechs sachkundige Bürger da waren. Um beschlussfähig zu sein, muss es laut den Statuten zumindest ein Ratsmitglied mehr sein als die Anzahl der sachkundigen Bürger. Etwa fünf Minuten später war das Problem gelöst, traf Ulrich Peeren (CDU) ein. Er betreibt direkt gegenüber dem St. Töniser Ratssaal ein Modegeschäft. „Ich musste schnell noch einen Kunden beraten“, entschuldigte er die Verspätung. Die Sitzung konnte beginnen.