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Willich: Festspiele mit „Fernsehgesichtern“

Willich : Festspiele mit „Fernsehgesichtern“

Der Vorverkauf für Freilichtsaison läuft sehr gut. Es gibt ein Wiedersehen mit Schanze und Güther.

Neersen. Die roten Flyer mit dem umfangreichen Programm der Neersener Schlossfestspiele sind wieder im Umlauf. Sie machen Lust auf Stücke wie Der zerbrochene Krug, Honig im Kopf, Michel aus Lönneberga und vieles mehr. Das Ensemble steht — und Intendant Jan Bodinus schaut schon gespannt auf die Spielzeit vom 18. Juni bis zum 20. August. Eine Mischung aus bekannten und neuen Gesichtern wird dann auf der Freilichtbühne vor der Kulisse des Neersener Schlosses zu sehen sein.

Willich: Festspiele mit „Fernsehgesichtern“

Als Star ist wieder Michael Schanze dabei. Nachdem er 2015 als Pater Brown begeistert hatte, wird es in diesem Sommer als Dorfrichter Adam in „Der zerbrochene Krug“ zu sehen sein. Ein Klassiker, aber auch ein extrem aktuelles Stück, wie der Intendant findet.

Willich: Festspiele mit „Fernsehgesichtern“

Ein bekanntes „Fernsehgesicht“ ist auch René Hofschneider, der schon in deutschen Krimis (Tatort, Wilsberg) zu sehen war. Verena Wüstkamp hat gleichfalls Film- und Fernseherfahrung. Mit Holger Stolz, Sven Post und Heinz-Hermann Hoff sind aber auch vertraute Ensemble-Mitglieder wieder dabei. Ein Wiedersehen gibt es auch mit R. A. Güther, der viele Jahre fest im Ensemble verankert (unter anderem als „Nathan“), 2015 ausgefallen und im vergangenen Jahr gar nicht auf der Neersener Bühne zu sehen war. Güther spielt die Rolle des Amandus in der Bühnenfassung von Til Schweigers großem Filmerfolg „Honig im Kopf“. Im Film hatte Dieter Hallervorden diese Rolle übernommen. „Er ist sehr geeignet für diese Rolle“, sagt der Intendant über R. A. Güther.

An seiner Seite spielt als seine Enkelin die Berliner Schauspielerin Maria Arnold. Für diese Besetzung habe man länger gesucht und er ist froh, diese „tolle Schauspielerin“ gefunden zu haben, betont Intendant Jan Bodinus.

Gideon Rapp, der auch schon auf der Festspielbühne stand, feiert mit „Michel aus Lönneberga“ sein Regiedebüt.

Dazu freut sich Bodinus auf ein schönes Nebenprogramm. Wegen des großen Erfolgs im vergangenen Jahr gibt es ein Wiedersehen mit Christoph Schobesberger und Band mit der „Frank-Sinatra-Story“. Das Hohenloher Figurentheater zeigt „Der kleine Vampir“, das Theater con Cuore die Stücke „Notre Dame“ und „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“. Inez Timmer bringt „Mademoiselle Chanel“ auf die Bühne. Einen Austausch gibt es mit den Burgfestspielen Mayen. Diese schicken ihr Stück „Kabale und Liebe“ nach Neersen. Im Gegenzug wird dort „Der zerbrochene Krug“ gezeigt.

Neu ist der Kidz Klub. Die erfahrene Schauspielerin und Theaterpädagogin Reinhild Köhncke arbeitet mit Schülern unterer Klassen zum Thema „Michel aus Lönneberga“. Die Ergebnisse werden dann auch auf der Festspiel-Bühne gezeigt. Die Jugendlichen präsentieren, wie schon in den vergangenen Spielzeiten, beim „Impro-Battle“, was sie bei den Jungen Schlossfestspielen unter der Leitung von Sven Post gelernt haben.

Der Vorverkauf für die Festspiele, der am 1. Dezember gestartet ist, läuft sehr gut. „Ende Februar hatten wir 10 327 Karten verkauft bzw. reserviert. Alle Stücke sind im Vergleich zu 2016 gut verkauft“, berichtet Geschäftsführerin Doris Thiel. Bereits seit Wochen ausverkauft ist der Heinz-Rühmann-Abend unter dem Titel „Jawoll, meine Herrn“ mit Michael J. Westphal am 4. Juli. Die Tickets für die Opern- und Operettengala sind ebenfalls wieder heiß begehrt. Daher rät Jan Bodinus dazu, Wunschplätze schon früh zu reservieren.