Familie erfüllt sich einen Traum

Gudrun und Georg Clemens wollten schon immer eine Gaststätte führen. Seit Mittwoch betreiben sie, unterstützt von ihren Kindern, das „Hubertus-Eck“ in Schiefbahn.

Schiefbahn. Eigentlich ist der 58-jährige Georg Clemens technischer Zeichner, arbeitet nach wie vor für eine Maschinenbaufirma in Erkelenz, seinem Wohnort. Seine zwei Jahre jüngere Ehefrau Gudrun ist gelernte Altenpflegerin. Ab sofort gibt es eine weitere Aufgabe, das Kümmern um den Gast, der gerne mal alleine oder in Gesellschaft sein Bierchen trinkt, seinen runden Geburtstag dort feiern möchte oder für seinen Verein ein Zuhause sucht.

Foto: Kurt Lübke

Das Ehepaar hat gerade die Traditions-Gaststätte „Hubertus-Eck“ in Schiefbahn übernommen. „Wir hatten schon immer den Traum, eine Gaststätte zu führen“, sagt im WZ-Gespräch Georg Clemens, der wie seine Ehefrau früher schon einmal im gastronomischen Bereich gearbeitet hat.

Etwa zwei Jahre lang wurde eine geeignete Räumlichkeit gesucht, sich rund ein halbes Dutzend infrage kommender Ladenlokale angeschaut. „Hier in Schiefbahn passte alles, es ist eine Traditions-Kneipe mit einem besonderen Flair, nicht zu groß, sondern überschaubar. Gut gefallen haben uns auch die Lage und der dörfliche Charakter von Schiefbahn“, fasst der Ehemann zusammen.

Und es gibt noch einen anderen Grund, warum man sich für das „Hubertus-Eck“ entschied. Darin ist Platz, damit sich dort jetzt so eine Art „Familienunternehmen“ entwickeln kann. Denn die drei Kinder von Gudrun haben alle etwas mit der Gastronomie zu tun. Tochter Alexandra (30) ist Restaurations-Fachfrau, Katharina (34) erlernte ebenso das Koch-Handwerk wie Stefanos (24). Und auch die Tochter von Georg, Alessa (26), hat schon als Service-Kraft ihre Erfahrungen gemacht. Schnell war sich daher die gesamte Familie einig, gemeinsam das Neue anzugehen. Zunächst wurde ein Pachtvertrag über fünf Jahre unterschrieben, mit Option versteht sich.

Einige Monate war die Gaststätte nach der Kündigung des vorherigen Pächters geschlossen gewesen (die WZ berichtete). Die Übergangszeit nutzten die Eigentümer, die Eheleute Kathi und Heinz Weger, die selbst das früher beliebte Lokal von 1979 bis 1992 führten, um die Gaststätte aufzuhübschen. Es wurde erneuert, repariert und gestrichen.

Gudrun und Georg Clemens investierten vor allem neben besserem Mobiliar im großen Saal in eine neue funktionsgerechte Küche. „Natürlich in ständiger Absprache mit dem Lebensmittelamt“, so Georg Clemens. Für die gut-bürgerliche Küche, wozu unter anderem neben hausgemachten Salatplatten, Suppen, Frikadellen, Schnitzel und Steaks gehören, ist Sohn Stefanos verantwortlich.

Am Mittwoch war die offizielle Eröffnung. Gudrun Clemens: „Ich hoffe natürlich, dass auch die Vereine und Gemeinschaften, die sich nach dem Ausscheiden des bisherigen Pächters anderweitig umgeschaut hatten, wieder zu uns zurückkehren.“ Erste Termine wurden schon gemacht; so gibt es bald eine Modenschau.

Neben dem Thekenbereich gibt es weiterhin einen Saal für 50 bis 60 Personen und einen für etwa 20 Personen. Reservierungen sind unter Telefon 02154/8238918 möglich. Draußen können vor allem für die Raucher einige Stehtische aufgestellt werden. Vom Fass werden Bitburger Pils, Bolten Alt und Reissdorf Kölsch ausgeschenkt. Montags ist Ruhetag. Die Öffnungszeiten im „Hubertus-Eck“, Hubertusstraße 27: dienstags, mittwochs und donnerstags, jeweils von 16.30 bis 23 Uhr; freitags, ab 16.30 Uhr; samstags und sonntags ab 10 Uhr. Die Küche ist in der Regel bis 21.30 Uhr geöffnet.