Es gibt ein Konzept zur Zusammenarbeit im St.Töniser Jugendfußball

Spielverein und Teutonia : St. Tönis: Fußballjugend plant Kooperation

In St. Tönis nähern sich Teutonia und der Spielverein an. Geplant ist eine sogenannte Jugendspielgemeinschaft (JSG). Den Vorständen wird das Konzept in Kürze vorgestellt. Dann haben die Mitglieder das Wort. Im Seniorenbereich soll an der Trennung festgehalten werden.

Weniger Kinder und Jugendliche, Probleme bei der Trainer- und Betreuersuche, geringere Bereitschaft der Eltern, sich einzusetzen – diese Aspekte dürften wohl den meisten Verantwortlichen in Amateurfußballvereinen bekannt vorkommen. Es wird für den einzelnen Verein immer schwerer, eine gute und erfolgreiche Jugendarbeit zu machen. Darum gibt es vermehrt sogenannte Jugendspielgemeinschaften (JSG), beispielsweise in Grefrath – bestehend aus dem SSV Grefrath und Borussia Oedt.

Diesen Pfad scheint man nun auch in St. Tönis beschreiten zu wollen. Das geht aus einer Einladung an die Jugendtrainer des Spielvereins (SV) und von Teutonia hervor, die im sogenannten sozialen Netzwerk Facebook verbreitet wird. Am 1. Februar sollen Trainer und Betreuer über die Möglichkeit einer Jugendspielgemeinschaft informiert werden. Angestrebt wird eine Kooperation zur Saison 2019/20, die im Sommer beginnen wird. Beim Termin am 1. Februar geht es um die Gründe der Zusammenlegung, den organisatorischen Aufbau einer möglichen JSG St. Tönis, das sportliche Konzept und den Fahrplan zur Aufnahme des Spielbetriebes. Anschließend ist laut Tagesordnung eine offene Diskussionsrunde geplant.

In trockenen Tüchern sei allerdings noch nichts

Auf Anfrage der WZ berichten die Verantwortlichen beider Vereine von guten Gesprächen. „Allerdings ist noch nichts in trockenen Tüchern“, sagt Thomas Müller, Jugendleiter beim Spielverein. Gemeinsam mit Teutonia sei ein Konzept erarbeitet worden. Dieses werde nun den Hauptvorständen beider Vereine vorgestellt. Beim SV sei das am kommenden Montag der Fall. Und diesem Termin möchte Thomas Müller nicht vorgreifen. Der Hauptvorstand und letztlich alle Mitglieder müssten bei so einer Entscheidung mitgenommen werden.

Markus Hagedorn spricht von einer „Win-Win-Situation“

Ähnlich sieht es der Fußball-Abteilungsleiter von Teutonia, Markus Hagedorn. „Die Jahreshauptversammlungen beider Vereine müssen das Konzept tragen“, so Hagedorn, der gemeinsam mit Thomas Müller zu der erwähnten Informationsveranstaltung eingeladen hat. Sowohl Teutonia als auch der SV befinden sich laut Hagedorn auf einem guten Weg, im Jugendbereich zu kooperieren. „Letztlich wäre das für alle Beteiligten – Kinder, Eltern, Vorstände – eine Win-Win-Situation“, findet Abteilungsleiter Markus Hagedorn.

Im Gespräch mit der WZ machten beide Vereinsvertreter klar, dass sich die Kooperation auf den Jugendbereich im Fußball beschränken soll. In den Stamm-Abteilungen wollen beide Clubs weiterhin getrennte Wege gehen. Bei den Senioren-Teams hat sich in St. Tönis in den vergangenen Jahren ein deutlicher Führungswechsel vollzogen. Während der Spielverein in früheren Jahren meist der stärkere Verein war und stets mit der Ersten Mannschaft der Bezirksliga angehört hat, gibt inzwischen Teutonia in Sachen Fußball den Ton an. Die Teutonen sind als Sechster der Tabelle eine feste Größe in der Landesliga. Der Spielverein St. Tönis kämpft nach dem Abstieg in der vergangenen Saison um die Rückkehr in die Kreisliga A.

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