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Erster Pop-up-Biergarten auf dem Alleeschulhof in Anrath

NRW : Eine Insel voller guter Laune

Eine Idee des Stadtmanagements: Viel Lob gab es für den ersten Pop-up-Biergarten auf dem Anrather Alleeschulhof. Die Besucher hätten das besondere Ambiente gerne noch länger genossen. Weitere Aktionen sind geplant.

Er ist ein Hingucker und zieht nicht nur die Blicke auf sich. Vor dem gelb-weiß-lackierten VW-Bulli mit dem hochgeklappten Dach und den davor stehenden knallgelben Sonnenschirmen hat sich eine längere Schlange gebildet, die sich quer über den Alleeschulhof zieht. „Es ist phantastisch angelaufen“, freut sich Holger Kentrat von der Vintage Bullibar, an der es nicht nur den Cocktail „Vintage Sommer Time“ gibt, sondern auch noch eine ganz besondere Willicher Spezialität. „Hier wird das Willicher ausgeschenkt, unser niederrheinisches Pils“, sagt Christoph Heyes, der Geschäftsführer der Neuen Willicher Brauerei, die das Bier herstellt. Die Nachfrage ist groß, schon kurz nach der Eröffnung um 17 Uhr müssen weitere Kästen herangetragen werden. Das Willicher Pils passt zu den Speisen der Teufelsküche, an der die Besucher ebenfalls geduldig und mit Maske ausgerüstet warten, bis sie an der Reihe sind und sich mit Currywurst, Krakauer, Bratwurst und Pommes eindecken.

Alle Plätze an den Bierzeltgarnituren sind besetzt

Die Plätze an den Bierzeltgarnituren, die auf dem Alleeschulhof unter den Bäumen aufgebaut sind, sind allesamt besetzt. Freunde und Familien genießen den ganz speziellen Biergarten. Der erste Pop-up-Biergarten, ins Leben gerufen vom Stadtmanagement der Stadt Willich, hat in Anrath Einzug gehalten. Nachdem der Feierabendmarkt in Willich bereits ein großer Erfolg war, wurde ein weiteres Angebot nun für einen Abend und limitiert auf ein Zeitfenster von vier Stunden aus der Taufe gehoben. „Eine wirklich gute Idee und eine schöne Umsetzung“, meint Heiner Michels, der sich mit Freunden verabredet hat.

Wer keinen Sitzplatz gefunden hat, steht und genießt

Der Alleeschulhof wirkt wie eine Insel voller guter Laune. Begleitet von einem Mix aus Soul-, Jazz- und Popmusikklängen, für die Sängerin Natalie Antczak und Martin Drazek am Piano sorgen, haben es sich die Besucher von jung bis alt auf und rund um den Alleeschulhof bequem bemacht. Die Bänke am Brunnen sind ebenso belegt wie die bunten Liegestühle vor dem Musikpavillon. Wer keinen Sitzplatz mehr gefunden hat, der steht in kleinen Gruppen beieinander und genießt Musik sowie Getränke und leckeres Essen auf der Hand. Wobei nicht nur die Teufelsküche die Gäste versorgt: Auf den Tischen liegen Speisekarten von zwei Pizzerien und einem weiteren Imbiss aus Anrath aus. Aussuchen, anrufen, Tischnummer durchgeben und das Essen wird zum Alleeschulhof geliefert. „Eine tolle Idee, so ein Catering zusätzlich anzubieten. Da muss man sich nicht anstellen“, meint die 18-jährige Lea, die mit ihren Freundinnen einen Abstecher zum Pop-up-Biergarten gemacht hat, um „einfach mal zu schauen, wie es ist“.

Ein bisschen Skihütten-Feeling hat Margarete Klein-Wunder mitgebracht. An ihrem Stand gibt es nicht nur fruchtige Liköre und Schnäpse der österreichischen Feinbrennerei Prinz, sondern auch den ersten Glühwein des Jahres. „Im Moment ist noch die Alte Marille beliebter. Ich denke, wenn die abendliche Kälte von unten kommt, steigt die Nachfrage nach einem Skihütten-Glühwein in rot oder weiß, der schön durchwärmt“, bemerkt Klein-Wunder.

Mit der Dämmerung kommen zauberhafte Lichteffekte

Mit der einbrechenden Dämmerung kommt die Illuminierung des Alleeschulhofes voll zur Geltung. Die farbigen Bodenstrahler leuchten die Bäume von unten an und sorgen für zauberhafte Lichteffekte. Der Geruch nach Glühwein vermischt sich mit dem von Pizza und gegrillten Würsten, wobei die Teufelsküche kurz vor Schluss Biergarten-Schluss verkünden muss: Ausverkauft.

Marc-Thorben Bühring kann auf der ganzen Linie ein positives Resümee ziehen. „Es war von Anfang bis Ende ein gut besuchter Pop-up-Biergarten. Die Besucherzahl verteilte sich dabei schön, es gab kein Geknubbel. Als wir den Biergarten um 21 Uhr geschlossen haben, wären die Gäste allesamt gerne noch länger geblieben“, freut sich der Citymanager der Stadt Willich über die gute Annahme. Eins sei klar, der Pop-up-Biergarten schreie nach einer Wiederholung, „und die ist für das kommende Frühjahr in Anrath geplant.“