Entscheidung vertagt

Die Willicher Stadtplanung stellte drei Varianten für das Baugebiet „Am Bruch“ vor.

Willich. Der Planungsausschuss machte jetzt mit dem Aufstellungsbeschluss den ersten Schritt zur Erweiterung des Baugebiets „Am Bruch“. Lena Flecken von der Stadtplanung stellte drei mögliche Varianten vor. Eine Entscheidung für eine dieser Varianten wurde noch nicht getroffen.

Variante 1 sieht rund 45 Wohneinheiten vor und 24 Stellplätze im öffentlichen Bereich. Die Grundstücke sollen zwischen 260 und 850 Quadratmetern groß sein. Die Besonderheit dieser Variante: Hier soll es ein Mehrfamilienhaus geben, ansonsten sind überwiegend Doppelhäuser geplant. Variante 2 geht von 29 Wohneinheiten, überwiegend als Einzelhäuser, aus und von 27 Stellplätzen. Die Variante 3 beinhaltet 23 Stellplätze und 27 Wohneinheiten bei Grundstücksgrößen zwischen 430 und 900 Quadratmetern geht es hier besonders aufgelockert zu.

„Das ist eine gelungene Planung und ich muss gestehen, dass wir das zuerst sehr kritisch gesehen haben“, sagte Raimund Berg (Die Grünen). Die Variante 1 gefällt ihm wegen der Mischbebauung samt Mehrfamilienhaus am besten. Was Berg ebenfalls lobte: „Die Streuobstwiese als Ausgleichsfläche liegt direkt an diesem Bebauungsplan-Gebiet. Ob eine „Weiße Wanne“ erforderlich sei, wollte er wissen. „Bei Grundwasserständen zwischen zwei und fünf Metern wird sie erforderlich sein, weil zwei Meter schon den Keller tangieren“, sagte die Technische Beigeordnete Martina Stall.

Heinz Amfaldern (CDU) ging auf den ersten Bauabschnitt ein: „Er ist hervorragend gelungen.“ Er bedauerte, dass sich der 2. Bauabschnitt, um den es jetzt ging, „gewaltig verkleinert hat“. Das liege an der Hochspannungsleitung, vor allem aber auch daran, dass von der Stadt nicht alle Grundstücke erworben werden konnten. „Noch mehr Grundstücke wären von Vorteil, weil viele junge Familien aus Neersen abgewandert sind“, gab Amfaldern zu bedenken. Er sah die Anbindung an die Bengdbruchstraße wegen der Kindertagesstätte kritisch.

„An der Straße ,Am Bruch’ steht ein Haus am anderen, wo sollte denn da die Straße rauskommen?“, fragte die Technische Beigeordnete Martina Stall. Eine Erweiterung des Plangebiets sei „denkbar, aber eher unwahrscheinlich“. Ulrich Bünstorf (SPD) sprach sich ebenfalls für die Planungen aus: „Wir begrüßen, dass es da weitergeht und würden die Variante 1 bevorzugen wegen des Geschosswohnungsbaus.“ rudi

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