Hilfe in St. Tönis Große Spendensumme gegen Augenkrebs kommt aus St. Tönis

St. Tönis · Die Düsseldorfer Kinderaugenkrebsstiftung erfährt viel Unterstützung aus Tönisvorst. Im „Niederrheinisches Wirtshaus 1857“ kam es jetzt zu einer Übergabe von 2500 Euro.

Das Ehepaar Nico und Pia Frass (v.l. im Vordergrund) freut sich mit Vereinsvertretern und Spendern über den großen Geldbetrag.

Das Ehepaar Nico und Pia Frass (v.l. im Vordergrund) freut sich mit Vereinsvertretern und Spendern über den großen Geldbetrag.

Foto: Frass

(tre) Der Stoffelefant Elli, der auf der Theke des St. Töniser Restaurants „Niederrheinisches Wirtshaus 1857“ sitzt, freut sich über jeden Cent, der in die Spendendose neben ihm geht. Es ist die Dose für die Düsseldorfer Kinderaugenkrebsstiftung, kurz Kaks. Die Dose gehört fest zum „1857“, denn Nico Frass und seiner Frau Pia ist die Stiftung sehr wichtig. Ihr Sohn Theo ist von dieser Form des Krebses betroffen. Der kleine Junge ist beidseitig an einem Retinoblastom erkrankt. Daher freut es Frass besonders, wenn für Kaks auch größere Spendensummen zukommen, wie es kürzlich der Fall war.

Kilian Keppner und Philip Enxing, Geschäftsführer der Keppner-Schulverpflegung GmbH aus Willich, spendeten 2500 Euro – eine große Überraschung, da eigentlich von einer Summe in Höhe von 500 Euro die Rede war. Doch der Reihe nach: Der Musiker Ralf Küntges, der auch Leiter des Familienzentrums Villa Gänseblümchen in St. Tönis ist, veranstaltete sein traditionelles Weihnachtskonzert im vergangenen Jahr erstmalig im „1857“. Nico Frass hatte Küntges angesprochen, ob er nicht ein Weihnachtssingen im Wirtshaus veranstalteten wollte. „Ich hatte dann den Vorschlag gemacht dies mit meinem Weihnachtskonzert zu verbinden, das ich seit über 20 Jahren an den verschiedenen Orten in Tönisvorst veranstalte“, erzählt Küntges.

Bei dem vorweihnachtlichen Konzert kamen 1205 Euro an Spenden zusammen. Zeitgleich wurde die Keppner-Schulverpflegung GmbH durch die Zusammenarbeit mit der Kita auf den Event und damit auf die Kaks aufmerksam. „Ich wurde von Herrn Keppner angesprochen, der die Summe um 500 Euro aufstocken wollte“, erinnert sich Küntges. Bei der im Januar geplanten feierlichen Übergabe der Summe im „1857“ an die Kaks konnte das Unternehmen nicht teilnehmen. Daher luden die Frass jetzt noch einmal zu einer Übergabe im Rahmen eines von ihnen gestellten Danke-Schön-Büfetts ein. Dort gab es dann die Überraschung bei der Überreichung der Summe an Monika König, Vorsitzende des Kuratoriums der Kaks.

Das Unternehmen verfünffachte die ursprünglich versprochene Summe und machte aus 500 ganze 2500 Euro. Die Begründung von Keppner: „Die Menschen hier sind so besonders und der Abend hat mich so berührt, dass ich die geplante Summe gerne erhöhen möchte.“

Monika König und ihr Mann Gregor hatten die Stiftung 2009 gegründet. Auch sie gehören zu den Betroffenen und haben sich unter anderem dafür eingesetzt, dass eine Augenuntersuchung in die Früherkennungsuntersuchungen aufgenommen wurde. Zudem hat sich Kaks dafür stark gemacht, ein Krebsregister zu dieser Tumorerkrankung einzuführen und zu forschen.

(tre)
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