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Ehrung: Von „Amtmännin“ und Obdachlosen

Ehrung: Von „Amtmännin“ und Obdachlosen

Thomas Kluyken ist 25, Wolfgang Dannecker 40 Jahre bei der Verwaltung.

Tönisvorst. Obdachlosigkeit kann jeden treffen, sagt Thomas Kluyken. Und wenn es so etwas gibt, worauf er vielleicht ein bisschen stolz ist, dann, dass das Liegenschaftsamt der Stadt Tönisvorst es seinerzeit geschafft hat, die allermeisten Betroffenen wieder in reguläre Wohnverhältnisse vermitteln zu können.

So dass das Haus an der Süchtelner Straße in Vorst nicht mehr benötigt wurde und abgerissen werden konnte. Wie so etwas geht? „Indem man sich aktiv mit den Leuten auseinandersetzt und Wohnungslosigkeit gar nicht erst entstehen lässt“, sagt Kluyken, heute Abteilungsleiter für Kinder und Jugend.

Gemeinsam mit dem Personalratsvorsitzenden Wolfgang Dannecker konnte er jetzt sein Dienstjubiläum feiern: Dannecker für 40 Jahre und Kluyken für 25 Jahre.

In Rheydt — damals noch eigenständig — hat Wolfgang Dannecker vor 40 Jahren seinen Dienst als Sozialarbeiter angetreten. „Dann, beim Kreis Kempen-Krefeld, war meine Praxisanleitung eine Kreissozialamtmännin“, schmunzelt er über den heute antiquierten Begriff.

1974 kam dann der Wechsel zur Stadt Tönisvorst, wo er der erste Sozialarbeiter der Apfelstadt war. Seine Aufgabe: Altenberater. 38 Jahre lang sollte er diesen Beruf für die Stadt Tönisvorst ausüben, hat dabei wissenschaftliche Untersuchungen begleitet, Vorträge gehalten und Bücher veröffentlicht. Seit knapp zwei Jahren ist er freigestellter Vorsitzender des Personalrates und somit ausschließlich für die Sorgen und Nöte der Kollegen da.

Für Thomas Kluyken hat alles bei der Post angefangen: 1988 begann er seine Ausbildung bei der Deutschen Post, lernte noch den so genannten „Bahnpostverkehr kennen“, musste viele Strecken auswendig lernen. „Das klingt heute wie aus einer anderen Zeit“, schmunzelt er. Die Vorster könnten ihn sogar aus dieser Zeit kennen, hat er auch in der Postfiliale in Vorst am Markt gearbeitet.

1995 kam der Wechsel zur Stadt Tönisvorst. Jetzt erhielten beide gemeinsam aus den Händen von Bürgermeister Thomas Goßen ihre Ehrenurkunde für treue Pflichterfüllung.