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Drei Generationen — ein gemeinsamer Hochzeitstag

Drei Generationen — ein gemeinsamer Hochzeitstag

Wenn das Ehepaar Dieckmeyer am 8. August Diamanthochzeit feiert, heiratet gleichzeitig ihr Enkel. Auch ihre Tochter wählte 1993 das besondere Datum.

St. Tönis. Der 8. August ist im Hause Dieckmeyer ein ganz besonderes Datum. Am 8. August 1958 heirateten Anneliese und Horst Dieckmeyer, am 8. August 1993 vermählte sich ihre Tochter, und in diesem Jahr am 8. August tritt Enkelsohn Lars vor den Traualtar. „Wir werden unsere Diamanthochzeit bei der Hochzeit unseres Enkels feiern“, sagt die 81-jährige Anneliese Dieckmeyer, die sich sichtlich über diesen Zusammenhang freut.

Bei Anneliese und Horst Dieckmeyer hingegen war es nicht geplant, dass sie am 8. August auf Burg Linn vermählt wurden. „Wir haben das Datum gar nicht bewusst ausgesucht, das war Zufall“, erinnert sich Horst Dieckmeyer. Wobei der Zufall dem Paar schon vorher ein Schnippchen geschlagen hatte. „Mein Mann kommt aus Schwerin“, erzählt Anneliese Dieckmeyer. „Ich bin in der Nähe von Schwerin aufgewachsen. Als ich dort wegging, sagte ich meinem Vater, ich möchte keinen Mann aus Mecklenburg-Vorpommern heiraten.“

Aber kaum war die junge Frau im Westen angekommen, begegnete sie dem Mann ihres Lebens — er kam aus Schwerin. „Wir haben uns beim Tanzen in Linn kennengelernt“, erzählen die Senioren. Er hat sie aufgefordert, beide konnten gut miteinander tanzen und waren sich auf Anhieb sympathisch.

Nach der Hochzeit bezog das junge Paar die erste gemeinsame Wohnung an der Dießemer Straße in der Krefelder Innenstadt. „Die Wohnung war wunderschön, aber sie hatte kein Kinderzimmer“, erinnert sich Anneliese Dieckmeyer. Also wurde gebaut. Das Paar zog in ein Reihenhaus an der Forstwalder Straße. Dort wuchs die Tochter auf. Später kam eine Pflegetochter hinzu, zu der die Dieckmeyers bis heute eine sehr gute Beziehung haben.

Rund 20 Jahre später baute die Familie noch einmal ein Haus, diesmal in St. Tönis. Dort leben die Senioren noch heute. Allerdings steht bald ein Umzug in eine kleinere Wohnung im Stadtkern an. Gemeinsam haben die Dieckmeyers ein Busunternehmen aufgebaut. „Zuerst hatten wir Taxen, dann Schulbusse und seit einiger Zeit auch Reisebusse“, erzählt der 82-Jährige. Das Familienunternehmen führt die Tochter fort. „Wir haben das Geschäft gemeinsam aus dem Nichts aufgebaut“, sagt Anneliese Dieckmeyer, das habe zusammengeschweißt. „Und wir konnten immer gut miteinander reden, das ist auch wichtig“, fügt ihr Mann hinzu. wic