Dorgarthen tritt aus der SPD aus

Willich. Martin Dorgarthen, Mitglied der neuen „Für Willich“-Fraktion im Stadtrat, hat sich entschlossen, nicht mehr länger Mitglied der SPD sein zu wollen. Das hat er gestern mitgeteilt. Er wolle „den durchaus aussichtsreichen Kampf für einen weiteren Verbleib in der SPD“ nicht fortsetzen.

Aus Rücksicht auf seine Gesundheit und zur Schonung seiner Nerven ziehe er nunmehr die Reißleine — „trotz der fachanwaltlich positiven Prüfung eines möglichen Widerspruchverfahrens vor dem Schiedsgericht“, betont er.

Seine beiden Mitstreiter in der Fraktion „Für Willich“, Theresa Stoll und Detlef Nicola, hat er nach der jüngsten Ratssitzung informiert. Dorgarthen hofft, dass er die ab Mitte des Jahres zur Verfügung stehende Zeit — er wird dann aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Arbeitsleben ausscheiden — schwerpunktmäßig sinnvoller nutzen kann, „als sich mit derartigen unnötigen Streitereien zu beschäftigen“.

Parteipolitische Streitereien sind seit Monaten Begleiterscheinungen für den politischen Menschen Dorgarthen, Mit Wirkung vom 17. Oktober 2017 war er vom Amt des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden zurückgetreten. Er stimmte nicht mehr im Zusammenwirken mit den Fraktions- und Parteivorständen. Der Schiefbahner fühlte sich unter anderem persönlich nicht genug wertgeschätzt. Er kritisierte außerdem zu dem Zeitpunkt, dass „keine politische Arbeit in der SPD Willich mehr stattfindet“. Diese Kritik konnten weder Dietmar Winkels, Vorsitzender der SPD Willich, noch Bernd-Dieter Röhrscheid als Fraktionsvorsitzender nachvollziehen. msc/Ree

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