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Digitalisierung an Schulen in Tönisvorst: Noch ungeklärte Fragen

Tönisvorster Schulausschuss : Auschuss stimmt Programm zur Digitalisierung zu

(barni) Der Schul- und Kulturausschuss stimmte jetzt dem Digitalisierungsprogramm an den Tönisvorster Schulen zu. Ziel ist es, alle 2800 Schüler und 210 Lehrkräfte dauerhaft mit digitalen Endgeräten auszustatten.

Die Stadt kann auf verschiedene Förderprogramme des Landes zurückgreifen, aber es ist längst nicht alles geklärt.

So wurde noch keine Regelung für die Technik-Unterstützung an den Schulen getroffen. Die Stadt möchte die Aufgabe an ein Unternehmen vergeben. Sie rechnet mit Kosten von rund 48 000 Euro pro Jahr. Nach jetzigem Stand müsste die Kommune dafür aufkommen. Britta Rohr (Grüne) fragte, warum diese Aufgabe nicht von städtischen Bediensteten wahrgenommen werden kann. Fachbereichsleiter Lars Schaath: „Um Vertretungsprobleme zu vermeiden, müssten wir mehr als eine Person einstellen.“

Auch das Thema „Datenschutz“ wurde angesprochen: „Es wird ein Verwaltungsnetzwerk und ein getrenntes Schülernetzwerk, in dem sich auch die Lehrer bewegen“, erklärte Schaath. Hans-Joachim Kremser (SPD) kritisierte, dass die Stadt die Technikunterstützung für die Lehrer übernehmen müsse, die ja Landesbedienstete seien. Vanessa Thienenkamp (FDP) regte an, mit anderen Schulen im Kreis Viersen in Kontakt zu treten, um Synergieeffekte zu erzielen. „Die Ausschreibung der Hardware erfolgt ja nicht durch die einzelnen Kommunen, sondern gemeinsam durch das Kommunale Rechenzentrum“, gab Lars Schaath zu verstehen.

Schulrat Thomas Mohr erklärte, dass die zweimal im Jahr stattfindenden Regionalkonferenzen eine Möglichkeit zum Austausch böten – die nächste Sitzung sei bereits am kommenden Montag.

Was die Stadt unter anderem beklagt: Es werden seitens des Landes keine Aussagen getroffen, wer mittelfristig die Hardware finanziert, vor allem die Laptops beziehungsweise Tablet-PCs. Schaath geht davon aus, dass langfristig die Eltern diese Geräte anschaffen müssten.

Schaath kündigte an, dass die Rahmenvereinbarung mit dem Kommunalen Rechenzentrum am Freitag abgeschlossen werde. Für die Anschaffung der Hardware für Lehrer stehen aus Fördermitteln des Landes 105 000 Euro zur Verfügung. Aus dem Digitalpakt gibt es für die Stadt über mehrere Jahre verteilt insgesamt 820 000 Euro.