Die Schlossfestspiele werden aufgepimpt

Die Probearbeiten für die 35. Spielzeit haben mit der Auftakt-Pressekonferenz begonnen.

Neersen. Lebensfreude zelebrieren — das will Intendant Jan Bodinus bei den 35. Schlossfestspielen. Die von ihm für alle Ensemble-Mitglieder vorgegebene schwarze Kleidung für das obligatorische Foto bei der Auftakt-Pressekonferenz ließ dies zwar noch nicht erkennen. Doch die Laune bei den Aktiven vor und hinter den Kulissen der Freilichtbühne, die sich gestern im Schlosskeller versammelt hatten, war auf jeden Fall schon mal ganz ausgezeichnet.

Kalle Pohl, der „Charleys Tante“ spielen wird, erzählte Witze, Bürgermeister Josef Heyes lud zum obligatorischen Schnäpschen in sein Büro ein — und Tanja Schumann freute sich, dass sie in Neersen als hübsche Wirtin im Weißen Rössl auftreten darf. Noch besser drauf war eigentlich nur Geschäftsführerin Doris Thiel, denn sie hatte die aktuellen Vorverkaufszahlen für die am 17. Juni beginnende Spielzeit mitgebracht. Und die sehen trotz Konkurrenz durch die Fußball-WM sehr erfreulich aus (siehe Kasten). „Da lacht das Geschäftsführungsherz“, so Thiel, die vor ihrer letzten Neersener Spielzeit steht.

Bewegung in den Laden brachte gleich zu Beginn Sabine Mroch, Vorsitzende des Festspielvereins. Zur Begrüßung ließ sie nämlich nicht nur ihre Vereinskollegen aufstehen, sondern auch die fürs Theater zuständigen Akteure aus der Verwaltung sowie die Sponsoren mussten sich von den Plätzen erheben. Selbst die Presse wurde von dieser Übung nicht verschont.

Jan Bodinus setzte auf Teambildung und betonte, man müsse „ein echtes Miteinander“ im Ensemble schaffen. Vom guten Vorverkauf schwärmte aber auch er, ebenso von Charleys Tante („ein toller Sommerspaß“), dem Weißen Rössl („eine Komödie mit Musik“) und dem Dschungelbuch. „Darauf können Sie sich freuen“, ergänzte Sven Post, der das Familienstück gemeinsam mit Matthias Freihof inszenieren wird. Und Rössl-Regisseur Lajos Wenzel nannte „sein“ Schlager-Stück einen „Gruß aus dem Urlaub“.

Jan Bodinus bedankte sich bei der Stadt, die in diesem Jahr die technische Ausstattung mit Blick auf das „Rössl“ stark verbessert hat. Auch optisch hat sich etwas getan, denn der Technikbereich hinter der Tribüne ist neu verkleidet worden. „Wir pimpen die Festspiele auf“, betonte der Intendant.

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