Die Missionskapelle an der Vennheide in Willich-Anrath besteht sei 150 Jahren

Jubiläumsfeier an der Vennheide in Anrath : Die Missionskapelle feiert Jubiläum

Die Kapelle an der Vennheide besteht seit 150 Jahren. Am 30. Juni wird das gefeiert.

Weil die Menschen in den Honschaften Clörath, Vennheide, Giesgesheide, Hagwinkel und Bökel weit entfernt vom Anrather Ortskern wohnen, herrscht gerade dort ein enger Zusammenhalt. Ein Wahrzeichen dafür ist die im Jahr 1869 erbaute Missionskapelle an der Vennheide. Am Sonntag, 30. Juni, soll dort das 150-jährige Bestehen dieser Kapelle gefeiert werden.

In den früheren Jahrhunderten war es üblich, dass Ordensleute zur Erneuerung des religiösen Lebens an vielen Stellen Missionskreuze errichteten. Gläubige Christen aus den fünf Honschaften machten es ihnen nach, errichteten 1869 an der B 7, kurz vor dem Anrather Ortsausgang, erst ein Kreuz. Noch im gleichen Jahr bauten die Bewohner selbst dort unter zwei knorrigen Ulmen eine Kapelle, nachdem dafür eifrig gespendet worden war und Peter Neckels vom Schroers-Hof das Grundstück zur Verfügung stellte.

Das war vor 150 Jahren. „Vor etwa eineinhalb Jahren wurde von Bewohnern vorgeschlagen, dieses Jubiläum zu feiern“; sagte der Vize-Präsident der St. Johannes Schützengesellschaft Clörath/Vennheide, Michael Paschen. Die ersten Vorbereitungen begannen.

Der Jubiläumstag wird unmittelbar nach dem Clörath/Vennheider Schützenfest (20. bis 24. Juni) am 30. Juni sein. In der dann noch geschmückten Vennheide ist zunächst am Schaadweg um 10 Uhr ein Feldgottesdienst geplant. Danach kann natürlich die Kapelle besichtigt werden, die schräg gegenüber des ehemaligen Landgasthauses „Am Kapellche“ liegt.

Als jetzt das Jubiläumsprogramm von Ulrich Bons, Annette Hegger, Franz-Josef Teschen, Michael Schmitz und Olaf Heide vorgestellt wurde, durfte ein Mann nicht fehlen: CDU-Ratsherr Dieter Lambertz, der „Honschaftsbürgermeister“ von Clörath und Vennheide.

Früher fanden im Kapellenraum auch Trauungen statt

Lambertz hatte zuletzt die Chronik dieser Kapelle mit ihrer spätbarocken Eingangstür geschrieben, die ursprünglich fensterlos war, dann 1937 vier dekorative Rundbogenfenster bekam und mehrmals, zuletzt 2009, grundlegend saniert worden war. Der Kapellenraum mit dem ursprünglichen Missionskreuz und der Madonna hat etwa 40 Plätze, wurde oft für Gebete genutzt. Früher fanden dort sogar Trauungen statt. Den Schlüssel für die Kapelle hat Franz-Josef Teschen. Ab und an kehren dort immer noch Gläubige zum Gebet ein. Red

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