Ehrenamt in Schiefbahn Leprahilfe unterstützt den Bau einer Schule und Kita in Ostafrika

Schiefbahn · Die Leprahilfe Schiefbahn hat ein neues Projekt in Tansania. Dort werden auch mit vielen Spenden eine Grundschule und ein Kindergarten in einem Gebäude errichtet.

Eifrig arbeiten lokale Arbeitskräfte in Makongo Juu in Tansania am Bau des Schul- und Kindergartengebäudes. Es soll bald eröffnet werden.

Eifrig arbeiten lokale Arbeitskräfte in Makongo Juu in Tansania am Bau des Schul- und Kindergartengebäudes. Es soll bald eröffnet werden.

Foto: Leprahilfe Schiefbahn

(svs) Seit langem ist die Leprahilfe Schiefbahn nicht nur in der Bekämpfung der Krankheit, deren Namen sie trägt, unmittelbar aktiv. Vielmehr konzentriert sich der Verein mehr und mehr darauf, auch die Ursachen von Krankheiten in Afrika oder Indien zu bekämpfen. Somit fördern die Schiefbahner seit vielen Jahren vor allem Projekte, Schulen und andere Bildungseinrichtungen in den besagten Ländern zu errichten oder für sauberes Trinkwasser zu sorgen.

Am 16. März soll ein neuer Vorstand gewählt werden

Auch aktuell ist der Verein dabei, ein Projekt in Tansania zu unterstützen. Dabei soll in Makongo Juu, nahe Daressalam, ehemalige Hauptstadt und bis heute Regierungssitz, größte Stadt und wirtschaftliches Zentrum des Landes, eine kombinierte Schule und Kindergarten entstehen. 10 000 Euro investierte die Hilfsorganisation in den Bau. „Dabei handelt es sich um einen Bau, der eine Grundschule und einen Kindergarten für je rund 150 Kinder beherbergen soll. Dabei darf man aber nicht den Fehler machen, den Kindergarten mit einer deutschen Kita zu vergleichen. Es gibt dort keine U-3-Betreuung oder Kleinkinder generell. Es handelt sich eher um eine Vorschule. Die Grundschule in Tansania dauert sechs Jahre und bietet für viele Menschen den gesamten Bildungsweg“, erläutert der Vorsitzende der Leprahilfe, Josef Heyes.

Die Organisation freut sich dabei auch über viele sachbezogene Spenden. „Es scheint sich bei immer mehr Menschen der Gedanke durchzusetzen, dass Bildung und gute Lebensbedingungen in den Heimatländern der beste Weg sind, dort für wirtschaftlichen Aufschwung und Stabilität zu sorgen. So können nicht nur aber auch Flüchtlingsströme vermieden werden“, erläutert Heyes. Die Leprahilfe hatte bereits im Jahr 2022 eine weiterführende Schule in Tansania mit ebenfalls knapp 10 000 Euro unterstützt.

Weitere aktuell von der Leprahilfe unterstützte Projekte sind Schultische, Stühle, Lehrbücher, Schreibmaterial und Schreibhefte für eine Dorfschule im vom Bürgerkrieg zerstörten Südsudan, ein Projekt in einer Grundschule in Kenia, in der in sieben Klassen 150 Kinder, teils Aids-Waisen, unterrichtet werden oder eine Schule in Mbita, Kenia, wo eine Wasserzisterne gebaut wurde, damit 150 Kinder kein verunreinigtes Flusswasser mehr trinken oder zum Waschen nutzen müssen.

Die Leprahilfe Schiefbahn stellt sich unterdessen organisatorisch für die Zukunft auf. Am Samstag, 16. März, ab 14 Uhr findet die Hauptversammlung des Vereins in der Gemeindehalle am Kindergarten St. Elisabeth in Schiefbahn, Eingang Tibergraben, statt. Dabei soll vor allem ein neuer Vorstand gewählt werden. Eine junge Garde stehe in den Startlöchern, die altgedienten Kräfte um Willichs Ex-Bürgermeister Josef Heyes wollen in die zweite Reihe rücken.

(svs)
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