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Die FDP Tönisvorst wählte ihre Spitzenkandidaten für den Stadtrat

Kommunalwahl 2020 : Tönisvorster FDP wählt ihre Spitzenkandidaten

Viel Rückendeckung haben die Freien Demokraten in Tönisvorst ihren Bewerbern für den Stadtrat gegeben.

Es waren deutliche Ergebnisse für die Kandidaten auf den ersten Plätzen der Reserveliste. Spitzenkandidat Torsten Frick, der seit einigen Jahren das Amt des Fraktionschefs bekleidet, bekam bei der Mitgliederversammlung der FDP Tönisvorst 14 von 15 Stimmen bei einer Enthaltung. Ortsverbandsvorsitzender Marcus Thienenkamp wurde bei 13 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen auf den zweiten Platz der Reserveliste gewählt. Und Birgit Koenen (Platz 3) sowie Kristian Schneider (Platz 4) konnten gar alle 15 möglichen Stimmen auf sich vereinen.

Ob Koenen und Schneider als Stadtverordnete in den nächsten Rat einziehen, ist dennoch fraglich. Bisher hat die FDP nur zwei Sitze in dem Gremium. Kristian Schneider zeigte sich optimistisch: „Die anderen haben ihre Plätze, für mich müsst ihr kämpfen.“ Denn: „Je mehr wir sind, desto stärker wird unsere Politik.“ Wie diese Politik aussieht, das machten Torsten Frick und Marcus Thienenkamp in ihren Reden deutlich.

Frick legte seinen Schwerpunkt auf die Finanzen. „Es werden wirtschaftlich schwere Zeiten auf uns zukommen“, sagte der 46-Jährige mit Blick auf die gestiegenen Ausgaben und gesunkenen Einnahmen, die die Corona-Pandemie verursacht hat. Jede Verwaltungsvorlage müsse deshalb vor dem Hintergrund der Finanzierbarkeit hinterfragt werden.

Marcus Thienenkamp betonte, ihm sei eine Politik mit Haltung wichtig. Seine Schlagwörter „Freiheit, Gerechtigkeit, Wirtschaftlichkeit“ erläuterte der 43-jährige Kandidat so: „Unnötige Regelungen, wie etwa eine Vorgartensatzung, sollen vermieden werden. Gleiches soll gleich behandelt werden, aber Ungleiches auch ungleich, sprich: Alle Schulkinder müssen die gleichen Startchancen haben, aber am Ende sollen nicht alle den gleichen Abschluss bekommen.“

Zur Wirtschaftlichkeit forderte der FDP-Vorsitzende: „Das Geld soll sinnvoll investiert werden und nicht im Kleinen versickern.“ Dafür gab es viel Beifall aus dem Plenum. Überhaupt ging es harmonisch zu bei der Versammlung in der Rosentalhalle. So wurden alle 19 Kandidaten für die Wahlbezirke mit absoluter Mehrheit gewählt.