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Die evangelische Kirche in St. Tönis bekommt einen Park

Die evangelische Kirche in St. Tönis bekommt einen Park

Nach dem Neubau des Gemeindezentrums verschönert die Gemeinde nun das Außengelände mit dem Café „Beach“.

St. Tönis. Verwundert bleibt die Frau vor dem Bauzaun stehen. „Warum ist der Weg denn abgesperrt?“, fragt sie. Antwort gibt ein Schild am Zaun: Das Außengelände hinter dem neuen Gemeindezentrum der evangelischen Kirche an der Hülser Straße wird wiederhergestellt. „Und weil wir dafür etwa 30 Sattelschlepper Material bewegen werden, muss die Baustelle aus Sicherheitsgründen abgesperrt sein“, erklärt Rudolf Thieme.

Thieme ist Presbyter in der evangelischen Gemeinde und ehrenamtlicher Baukirchmeister. Schon beim Neubau des Gemeindezentrums war der 53-Jährige, der hauptberuflich Geschäftsführer eines Bauunternehmens ist, aktiv. Nun leitet er das Projekt Wiederherstellung des Außengeländes. „Viele Passanten, die den Fußweg neben dem Gemeindezentrum nutzen, wissen gar nicht, dass das Grundstück der Kirche gehört“, sagt der St. Töniser. Das läge auch daran, dass es der Gemeinde immer wichtig gewesen sei, die Fläche mit der Wiese öffentlich zugänglich zu machen.

„Und das soll auch für den kleinen Park gelten, sobald er fertiggestellt ist“, betont Pfarrerin Daniela Büscher-Bruch. Der Bauzaun werde dann wieder weggeräumt und Weg und Grünfläche seien für jedermann frei zugänglich. „Schließlich hat Kirche auch eine Gemeinnützigkeit“, fügt Jugendleiter Volkmar Büscher an, der das Gelände wohl am häufigsten nutzen wird. Denn die Fläche schließt sich am „Beach“ an, dem Café, in dem die Kinder- und Jugendgruppen „Montagsmäuse“, „Young free spirits“ und „Take Five“ der evangelischen Kirchengemeinde sich treffen.

Und auch die Kinder der benachbarten Grundschule, die die Übermittagsbetreuung in den Räumen der evangelischen Kirche besuchen, sollen vom Außengelände profitieren. Platz gibt es schließlich genug für alle. „Das Gelände umfasst 3400 Quadratmeter“, weiß der Baukirchmeister. Bei der Gestaltung soll die Fläche jetzt in drei Bereiche unterteilt werden. Hochbeete, die die Kinder und Jugendlichen selber mit Blumen und Kräutern gestalten sollen, sind geplant, ebenso mehrere Pergola, die mit schattenspendendem Grün bepflanzt werden und Aufenthaltsorte bieten.

Auch elf Parkplätze finden sich auf Höhe der Straße Prinzenburg. Außerdem ist ein Sandspielfeld vorgesehen, das sowohl für Beachvolleyball als auch fürs Fußballspiel genutzt werden kann. Auch ein Grillplatz und eine Ruhezone sind eingeplant. Die Sitzmöbel für die Bereiche unter der Pergola, den Grillplatz und den Ruhebereich will Volkmar Büscher gemeinsam mit den Jugendlichen aus den verschiedenen Gruppen bauen. Sie waren auch im Vorfeld an der Planung beteiligt und konnten ihre Wünsche und Ideen einbringen.

„Für die Bepflanzung der Pergola, für die Hecken und Wildblumenwiesen wollen wir den Nabu mit ins Boot holen“, erzählt Rudolf Thieme. Ganz kahl ist das Außengelände aber auch jetzt nicht. Zahlreiche Bäume stehen bereits seit vielen Jahren auf dem Grundstück und sollen erhalten bleiben. „Drei Bäume mussten wegen Krankheit gefällt werden, die werden aber neu gepflanzt“, sagt Thieme. Der kleine Park solle möglichst naturnah werden und vielen Käfern, Bienen und Vögeln ein Zuhause bieten. Hunde hingegen sind nicht willkommen. „Wir hoffen, dass die Hundehalter das Spielgelände nicht als Hundeklo missbrauchen“, sagt Volkmar Büscher.

Der Jugendleiter und seine Frau können sich viele Nutzungen für den Außenbereich vorstellen. „Hier können wir mit den Kindern Geländespiele machen, auch ein Gemeindefest oder ein Weihnachtsmarkt wären möglich“, blickt Volkmar Büscher in die Zukunft. Und Pfarrerin Daniela Büscher-Bruch freut sich schon auf das Luther-Beet mit ganz besonderen Heilkräutern, das ebenfalls einen Platz auf dem Grundstück finden soll. Pünktlich zum Wonnemonat Mai sollen die Arbeiten am kleinen Park abgeschlossen sein.