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Demenzcafé in der evangelischen Gemeinde St. Tönis

Evangelische Gemeinde St. Tönis : Seit zwölf Jahren im Ehrenamts-Einsatz

Rosemarie Sattler hilft in der evangelischen Gemeinde unter anderem beim Demenzcafé.

„Vergesst mir nicht das Lachen.“ Mit diesen Worten beschließt Rosemarie Sattler (70) stets die Zusammenkünfte im Demenzcafé der evangelischen Kirchengemeinde St. Tönis. Einmal pro Woche finden sie statt, donnerstags von 9.30 bis 12.30 Uhr. Dann kommen etwa 15 Gäste zu einem Frühstück zusammen, an das sich ein Gebet, Spiele, gemeinsames Singen, ein Stuhlkreis mit Sitzsport, Basteln und Gedächtnistraining anschließen. Begleitet werden sie von elf ehrenamtlichen Betreuerinnen.

Sattler steht stellvertretend für die große Zahl ehrenamtlich tätiger Gemeindemitgliedern. Insgesamt sind es in der Kirchengemeinde 175 Frauen und 90 Männer, die das unentgeltlich tun. Und zu tun gibt es genug. Die frühere Sachbearbeiterin Sattler bei der Telekom in Krefeld war bis zu diesem Jahr auch dreieinhalb Jahre lang Mitglied des Presbyteriums, zog sich daraus aber zurück. Ihr ist das Demenzcafé eine Herzensangelegenheit. Dienst am Menschen und für Menschen ist ihr besonders wichtig. Acht bis zehn Stunden pro Woche, so schätzt sie, ist sie auf verschiedensten Gebieten für das Ehrenamt tätig – bereits seit zwölf Jahren.

Als seinerzeit Ehrenamtlerinnen für das neu aufzubauende Demenzcafé gesucht wurden, meldete sie sich spontan. Heute hat sie ein gutes Team um sich herum, das alle zwei Monate zu einer Teambesprechung zusammenkommt, um die jahreszeitlich passenden Themen für die nächsten Veranstaltungen vorzubereiten.

Im Demenzcafé wird
manchmal auch getanzt

Einmal im Jahr unternehmen die Gäste des Demenzcafés mit den Betreuerinnen einen Ausflug. Der ging mal in den Krefelder Zoo, mal zur Dorenburg in Grefrath und in das Lehmbruck-Museum in Duisburg. Zuletzt gab es auch ein Weinfest, gemeinsam mit den Angehörigen der Gäste. Das Demenzcafé wird manchmal auch zum Tanzcafé, dann bleiben die Rollatoren in der Ecke, und es wird geschwoft.

Immer wieder denkt sich das Ehrenamtler-Team zudem Veranstaltungen aus. In Kooperation mit Kindergärten, der Gemeinschaftsgrundschule an der Hülser Straße und mit Aktiven wie „Trecker-Harry“ und der Puppenspielbühne Kasper Zipfelmütze bereiten sie ein Programm für die Gäste vor, das zwar viel Arbeit macht, den alten Menschen aber auch viel Freude bringt.

Sattler ist auch bei den „Kinderbibel-Tagen“ aktiv. Aktuell finden diese statt zum Thema „Mensch Jesus! – Es weihnachtet in der Kinderstadt“. Kinder zwischen fünf und zehn Jahren sind dazu eingeladen, die Kinderstadt mit Leben zu füllen. Sie sind kleine Bäcker, kümmern sich um Blumen oder basteln zu Weihnachten. Stets geht es für die rund 50 Kinder, die sich daran beteiligen, auch um ausreichend Bewegung.

Auch am Gemeindebrief ist
die Ehrenamtlerin beteiligt

Sattler arbeitet außerdem im Redaktionskreis für den vierteljährlich erscheinenden Gemeindebrief mit, bei dem fünf Frauen mit Pfarrerin Daniela Bücher-Bruch mitwirken. Außerdem hilft Sattler, Andachten und Feste mitzugestalten.

Ihr ist es wichtig, auf die hohe Einsatzbereitschaft aller Ehrenamtler und Ehrenamtlerinnen hinzuweisen, die alle mit Leib und Seele bei der Sache sind. Die hohe Wertschätzung, die die Kirche ihnen entgegenbringt, zeigt sich auch daran, dass die Ehrenamtler auch mal von den Hauptamtlern der Kirche eingeladen und verwöhnt werden, ein Dankeschön, das sich die Frauen und Männer im Dienst der guten Sache auch verdient haben.

Der Kontakt zur evangelischen Kirchengemeinde St. Tönis ist unter Tel. 02151/790149 und per E-Mail möglich: jk

st.toenis@ekir.de