Am Schulzentrum in St. Tönis Corneliusstraße soll Fahrradstraße werden

St. Tönis · Seit Ende Juni dürfen Autofahrer auf der Corneliusstraße in St. Tönis Fahrräder nicht mehr überholen. Manche Radler fühlen sich dabei aber unwohl. Demnächst sollen andere Schilder aufgestellt werden.

Die Corneliusstraße am Schulzentrum  in St. Tönis.

Die Corneliusstraße am Schulzentrum  in St. Tönis.

Foto: Marc Schütz

(brh/msc) Die Corneliusstraße am Schulzentrum in St. Tönis soll eine Fahrradstraße werden. Das wurde jetzt nach einer Anfrage der GUT-Fraktion von der Verwaltung im Ausschuss für Ordnung, Sicherheit und Verkehr erklärt. Der zuständige Fachbereichsleiter Philipp Sieben teilte mit, dass noch rechtliche Voraussetzungen für eine Fahrradstraße zu klären und fehlende Merkmale zu konkretisieren gewesen seien. Das sei jetzt geschehen.

Fahrradstraßen sind dem Fahrradverkehr vorbehalten. Eine Nutzung durch andere Fahrzeuge ist nur bei ausgewiesenen Zusatzzeichen möglich. Solche Zeichen sollen in St. Tönis aufgehängt werden, damit die Häuser, das Schulzentrum samt Corneliusforum und die anliegenden Vereine weiterhin auch mit dem Auto erreichbar sind. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf Fahrradstraßen für alle Fahrzeuge 30 Kilometer pro Stunde. Auf einer Fahrradstraße haben Radfahrer das Recht, nebeneinander zu fahren. Sie sind für den Durchgangsverkehr gesperrt, nur Anlieger dürfen darauf fahren.

Im November 2022 wurde vom Landesverkehrsministerium ein neuer Leitfaden für Fahrradstraßen veröffentlicht. Diese Thematik wurde dann bei Dienstbesprechungen beim Kreis Viersen vertieft, um zu einheitlichen Umsetzungen zu kommen, so Fachbereichsleiter Sieben. Um möglichst kurzfristig eine Verbesserung der Situation zu erreichen, hatte die Verwaltung bereits Ende Juni dieses Jahres an der Corneliusstraße sechs Verkehrsschilder „Verbot des Überholens einspuriger Fahrzeuge“ aufgestellt. Die Schilder verbieten – vereinfacht gesagt – Autofahrern das Überholen von Fahrrad- und Motorradfahrern. Allerdings, so wurde auch in der Diskussion im Ausschuss angemerkt, fühlten sich Radfahrer von Autos bedrängt, wenn diese sie nicht überholten.

Neu ist die Ankündigung, dass für eine Fahrradstraße keine Tiefbauarbeiten mehr nötig seien. Es reiche eine neue Fahrbahnmarkierung. Die Verwaltung kündigte an, dann auch die Überholverbotsschilder abzubauen. Die GUT-Fraktion zeigte sich mit der neuen Situation zufrieden.

(brh/msc)
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