CDU Tönisvorst bekennt sich zur Wasserförderung

Kritik an Kremser : CDU kritisiert Post von Kremser zu Wasserrrechten

Die CDU-Fraktion geht in einer Pressemitteilung scharf gegen SPD-Ratsherr Hans Joachim Kremser vor.

„Wir haben die Stellungnahme des Planungsausschussvorsitzenden mit Kopfschütteln zur Kenntnis genommen“, äußert sich CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas Hamacher zu den Äußerungen des SPD-Mannes Hans Joachim Kremser: „Vielleicht war die Sommerpause für ihn zu lang, die Hitze zu groß oder der Urlaub zu kurz.“

So beginnt die Mitteilung der CDU. Anlass ist ein Post Kremsers, den er am 5. August um 19.29 Uhr in den sozialen Medien abgegeben hat. Die CDU zitiert Kremser so: „Vor gefühlt acht Jahren oder mehr wollte man sich ebenso in der Verwaltungsspitze mit der Verlagerung der Wasserrechte beschäftigen, nix ist da bis heute passiert.“ Die Tönisvorster CDU nimmz die Verwaltung um Bürgermeister Thomas Goßen gegen den Vorwurf der Untätigkeit in Schutz: „Offenbar hat der SPD-Mann in der letzten Ratssitzung nicht gut aufgepasst“, meint Hamacher. Im nichtöffentlichen Teil sei das Thema Wasserrechte behandelt worden: „Die Bürger würden von Kremser also wider besseren Wissens falsch informiert.“

Die CDU habe sich in den letzten Jahren mit den Chancen und Risiken, die bestehende Wasserförderung in Tönisvorst nach 2023 fortzuführen, beschäftigt. Der Rat habe dazu Beschlüsse auf den Weg gebracht. „Beim Thema Wasser sind Falschinformationen absolut fehl am Platz“, mahnt Hamacher seinen SPD-Ratskollegen „zu mehr Seriosität und Solidität“ in seinen Posts.

Der Grundwasserspiegel ist in Tönisvorst zu hoch, so die CDU

Für die CDU sei klar, heißt es abschließend, dass eine Aufgabe der Wasserförderung keine Alternative darstelle. Der Grundwasserstand in Tönisvorst sei jetzt schon häufig problematisch. Bauherren, Architekten und Bürger in St. Tönis und Vorst hätten das immer wieder erfahren: Schwierigkeiten beim Bau durch Grundwasser und nasse Keller. „Auf die Wasserförderung kann man zum Schutz der Bürger nicht verzichten“, betont Hamacher.

Wolle er auch nicht, sagt Kremser auf Nachfrage. Ihm gehe es um das Problem, dass es bei den Gewerbegebieten nicht weitergehe. Die Wasserschutzzone habe in Tempelsfeld und Höhenhöfe Siedlungen verhindert. Es habe einen politischen Beschluss gegeben, die Wasserförderung aufzukündigen oder zu verlagern. Der Bürgermeister habe dazu eine Kanzlei in Köln hinzugezogen. Aber nichts sei passiert, nichts sei kommuniziert worden. Die Stadtwerke Willich, die in der Nähe des alten Wasserturms Grundwasser abpumpen, blieben bei ihren Mengen deutlich unter den vertraglich vereinbarten Werten. „Müsste dann nicht auch die Schutzzone neu berechnet werden“, fragt sich Kremser. hb

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