Bürgerbus Willich Verein ehrt Mutter-Tochter-Gespann

Willich · Der Bürgerbusverein Willich hat inzwischen 200.000 Fahrgäste befördert. Dafür wurden jetzt Ursula und Barbara Hoesken geehrt, die das Angebot regelmäßig und überaus gern nutzen.

  Ursula (von rechts) und Barbara Hoesken freuten sich über die Blumen, die ihnen Werner Kruse und Patricia Ohlenforst-Jacobi überreichten.

Ursula (von rechts) und Barbara Hoesken freuten sich über die Blumen, die ihnen Werner Kruse und Patricia Ohlenforst-Jacobi überreichten.

Foto: Norbert Prümen

(tre) Eigentlich hätten sie schon im September geehrt werden sollen, aber das klappte damals aus unterschiedlichen Gründen nicht. Nun aber war es so weit. Der Bürgerbusverein Willich ehrte seinen 200 000. Fahrgast – und das gleich im Doppelpack. Blumensträuße und Urkunde gingen an Ursula Hoesken und ihre Tochter Barbara.

„Es freut uns, dass wir mit ihnen so treue Fahrgäste ehren können“, sagte der Vorsitzende des Willicher Bürgerbusvereins, Werner Kruse, an der Haltestelle Röntgenstraße/Kochstraße, die die „Heimhaltestelle“ der beiden Willicherinnen ist. Ursula Hoesken ist Bürgerbusnutzerin seit der ersten Minute und nahezu jeden Tag im Bürgerbus anzutreffen. „Es ist ein so ein tolles Angebot. Ich komme mit dem Bürgerbus in Willich überall hin. Mit dem einen Bus fahre ich unter anderem zum Einkaufen, und je nachdem, wie lange es dauert, nehme ich den nächsten oder übernächsten zurück. Die Fahrer sind immer hilfsbereit und nett. Mir macht es Freude mitzufahren“, sagt die Willicherin.

Wenn sie mal entspannen wolle, dann nutze sie den Bürgerbus ebenso, fügt die 72-Jährige an. Denn dann setzt sie sich einfach in den Bus und genießt die Fahrt über die Willicher Hardt. Mit ihrem Schwerbehindertenausweis und der dazugehörigen Fahrmarke kann sie den Bürgerbus kostenfrei nutzen. Ihre Tochter Barbara trifft man von montags bis freitags auch im Bus an. „Ich fahre jeden Mittag von der Arbeit mit dem Bürgerbus nach Hause. Morgens geht das nicht, da der Bus um 7 Uhr noch nicht fährt. Da nutze ich den normalen Nahverkehr“, sagt die 52-Jährige. Am Nachmittag läuft sie extra von der Arbeit bis zur Bürgerbushaltestelle am Friedhof. Dafür kann sie dann daheim nahezu vor der Haustür aussteigen.

„Oft treffe ich meine Mutter im Bus, und wir fahren gemeinsam nach Hause“, erzählt Barbara Hoesken. Als Besitzerin des 49-Euro-Tickets fährt sie ohne Zusatzkosten mit dem Bürgerbus. Was der Bürgerbusverein ehrenamtlich leiste, nötige ihr großen Respekt ab, betont die 52-Jährige. Aktuell sind es 40 Fahrer im Alter zwischen 50 und 83 Jahren, die dafür sorgen, dass der Bürgerbus Willich von montags bis samstags rollt.

„Wir können nach dem Corona-Einbruch nun auch wieder steigende Zahlen verzeichnen“, sagt Kruse erfreut. 600 bis 840 Fahrgäste sind es momentan pro Monat. Das sei zwar noch nicht das Niveau von vor Corona, aber der Zuwachs sei eindeutig, fügt Heinz Malessa vom Bürgerbusteam an. Was das Fahrzeug selbst betrifft, ist es mittlerweile Bus Nummer drei, der am Start ist. „Bei den Bussen, ob in Anrath, Willich oder Schiefbahn, kommen schon etliche Kilometer zusammen“, sagt Patricia Ohlenforst-Jacobi, Geschäftsführerin der Bürgerbusvereine.

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