Bürgerbus Schiefbahn: 18 Fahrer sagen ja

Bürgerbus Schiefbahn: 18 Fahrer sagen ja

Doppelt so viele werden aber benötigt, um den Dienst zum Wunschstart 2019 ans Laufen zu bekommen.

Schiefbahn. In Alt-Willich hatte die Kolpingsfamilie das Projekt „Bürgerbus“ angestoßen, in Schiefbahn haben die Heimat- und Geschichtsfreunde diese Rolle übernommen. Auf einer Info-Veranstaltung im Niederheider Hof sprachen unter anderem der Verkehrsplaner der Stadt, Armin Printzen, und Charly Hübner vom Umweltamt — der hatte bereits bei der Gründung der Bürgerbusvereine in Anrath und in Willich „Geburtshilfe“ geleistet.

Foto: Kurt Lübke/Friedhelm Reimann

So beachtlich die Beteiligung jetzt auch war, ein Problem konnte nicht aus dem Stegreif gelöst werden: Es werden rund 35 ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer gesucht. 18 Männer und Frauen erklärten spontan ihre Bereitschaft, den Bürgerbus zu fahren, unter ihnen Ernst Kuhlen, der Vorsitzende der Heimat- und Geschichtsfreunde Willich.

Das bedeutet, dass nach weiteren Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern gesucht werden muss. Zeit genug bleibt noch, denn als möglicher Start des Bürgerbusses in Schiefbahn wurde Anfang 2019 genannt. „Dass Schiefbahn einen Bürgerbus bekommt, ist ein langgehegter Wunsch von mir“, erklärte Hübner.

Armin Printzen hat die Route ausgearbeitet. „Sie darf nicht in Konkurrenz stehen zum bisherigen Busliniennetz“, sagte Printzen. So kam es zu einer Verästelung, die den Menschen entgegenkommt, die derzeit keine gute Busanbindung haben. Es wird eine West- und eine Ostroute geben und der Umlauf soll nicht länger als eine Stunde dauern.

Los geht es an der Kirche, dort ist auch die Endhaltestelle. Es geht über die Schul- und Schillerstraße, die Wilhelm-Busch-Straße und das Diepenbroich, vorbei an Aldi zum Knickelsdorf bis zum Fonger. Zurück geht es über die Florastraße und die Siedlerallee. Weiter geht es über die Linsellesstraße, der Friedhof an der Bruchstraße wird angefahren, der Bürgerbus fährt ins Unterbruch, er biegt vor dem Fernmeldeturm links in die Römerstraße ab und dreht eine Runde durch die Muschsiedlung.

Die Besucher erfuhren, dass die Linien der künftig drei Bürgerbuslinien nicht miteinander verknüpft werden dürfen — das sei so mit den Verkehrsbetrieben abgesprochen worden. Was jetzt ansteht, ist unter anderem die Gründung eines Trägervereins. Außerdem werden Sponsoren gesucht, die Stadt hat die Stadtwerke im Blick, die den Bürgerbus mit umweltfreundlichem Gas versorgen könnten. Die Ehrenamtler, die sich später hinters Steuer des Bürgerbusses klemmen werden, müssen rekrutiert und ausgebildet werden.

Außerdem müssen sie sich einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. Sie sollten nicht älter als 70 Jahre sein.

Hübner geht davon aus, dass jede Fahrerin und jeder Fahrer zwei bis maximal drei Stunden pro Woche zum Einsatz kommt. Sie seien versichert wie Berufskraftfahrer. Der Kauf des Busses müsse ausgeschrieben werden, Mitte des Jahres könnte die Gründungsversammlung stattfinden.

Die Stadt wird für den Verein bürgen. Der Bürgerbus soll an sechs Tagen fahren, außer sonntags. Ernst Kuhlen ermunterte Frauen, Bürgerbusfahrerinnen zu werden. Zu den noch offenen Fragen gehört der spätere Abstellplatz des Schiefbahner Bürgerbusses.